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KINO & CURRICULUM ist ein Online-Angebot des Instituts für Kino und Filmkultur.
KINO & CURRICULUM
... informiert Sie als PädagogInnen über aktuelle Kinofilme.
... schlägt Ihnen Diskussionsansätze auf Grundlage der Lehrpläne vor.
... bietet Ihnen thematische und ästhetische Hintergrundinformationen zur Filmbesprechung an.
KINO & CURRICULUM enthält: Produktionsabgaben, Inhalt, IKF-Empfehlungen für Fächer, Themen und Altersgruppe,
Themen und Lehrplanbezüge (exemplarisch für ein Bundesland), Filmästhetik, Materialien.
Zu vielen anderen Filmen finden Sie Material auch unter der Rubrik Film-Hefte):
Folgende Ausgaben stehen Ihnen hier als PDF-Dateien zum Download zur Verfügung:
K&C: Die Nordsee - Unser Meer (04/2013)
K&C: Die Wand (09/2012)
K&C: Speed - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (09/2012)
K&C: This Ain't California (08/2012)
K&C: Out of the Darkness (03/2012)
K&C: Homies (01/2012)
K&C: The Ides of March - Tage des Verrats (12/2011)
K&C: Jane Eyre (11/2011)
K&C: Gerhard Richter Painting (08/2011)
K&C: In einer besseren Welt (02/2011)
K&C: Serengeti (02/2011)
K&C: The Green Wave (02/2011)
K&C: Soul Boy (10/2010)
K&C: Suicide Club (10/2010)
K&C: Oskar und die Dame in Rosa (10/2010)
K&C: Babys (10/2010)
K&C: Bis aufs Blut (07/2010)
K&C: Die Beschissenheit der Dinge (05/2010)
K&C: Agora - Die Säulen des Himmels (02/2010)
K&C: Berlin '36 (07/2009)
K&C: Simons Geheimnis (04/2009)
K&C: Feuerherz (01/2009)
K&C: Alles für meinen Vater (01/2009)
K&C: Berlin Calling (12/2008)
K&C: Geliebte Clara (11/2008)
K&C: Der Brief für den König (11/2008)
K&C: Lemon Tree (09/2008)
K&C: Der Mongole (06/2008)
K&C: Ben X (04/2008)
K&C: Lauf um dein Leben (03/2008)
K&C: Der Rote Baron (03/2008)
K&C: Meer is nich (02/2008)
K&C: Tintenfischalarm (02/2008) (DVD im IKF-Medien-Shop)
K&C: Mörderischer Frieden (11/2007)
K&C: Persepolis (11/2007)
K&C: Free Rainer - Dein Fernseher lügt (11/2007)
K&C: Die drei Räuber (10/2007)
K&C: Sicko (10/2007)
K&C: Leroy (08/2007)
Ältere "Kino & Curriculum"-Ausgaben stehen IKF-Fördermitgliedern im Mitgliederbereich als PDF-Dateien zum Download zur Verfügung
(Informationen zur IKF-Fördermitgliedschaft finden Sie hier):
Evil (2004) (DVD mit Ö-Recht im IKF-Medien-Shop)
Geh und lebe (03/2006) (DVD mit Ö-Recht im IKF-Medien-Shop)
Das Geheimnis der Frösche (2004) (DVD im IKF-Medien-Shop)
Goodbye Bafana (2007)
Gottes vergessene Kinder
Goyas Geister
Der große Ausverkauf (2007)
Hodder rettet die Welt (2004) (DVD im IKF-Medien-Shop)
Holy Lola (05/2006)
Hotel Ruanda (2005)
Die Jahreszeit des Glücks
Just a Kiss (2004)
Kiriku und die wilden Tiere
L.A. Crash (2005)
Das Lächeln der Tiefseefische (2005) (DVD im IKF-Medien-Shop)
Der letzte Tag des Salvador Allende (2004)
Mad Hot Ballroom (2005)
Das Meer in mir (2005)
Mein Name ist Bach (2004)
Olga Benario (2004)
Oliver Twist (2005)
Osama (2004)
Polly Blue Eyes (2005)
Rhythm is it! (2005)
Sabah - Eine Liebesgeschichte (05/2006)
Schattenväter (2005)
Shooting Dogs (2007)
Station Agent
Super Size Me (2004)
The Statement (2005)
Troja (2004)
Das wandelnde Schloss (2005)
Wer früher stirbt ist länger tot
Winterkinder (2005)
World Trade Center (02/2007)
Die Nordsee - Unser Meer (Kino & Curriculum, April 2013)
Originaltitel: Die Nordsee - Unser Meer. Kamera und Regie: Thoralf Grospitz & Jens Westphalen, Florian Graner, Robert Morgenstern & Alexander Haßkerl, Jan Haft, Kay Ziesenhenne & Felix Pustal, Ernst Sasse & Hans-Peter Kuttler, Thomas Behrend, Christina Karliczek. Schnittregie und Schnitt: Klaus Müller. Buch: Jörn Röver. Sprecher: Axel Prahl. Musik: Oliver Heuss. Ton: Christoph Metke (Mischung), Rafael Jovanovic (Sounddesign). Kinostart: 18.04.2013 (DE). Verleih: polyband Medien. Länge: 94:12 Min. (24 fps). FSK: ohne Altersbeschränkung. FBW: besonders wertvoll.
"Die Nordsee - Unser Meer" ist nach dem Kinodokumentarfilm "Die Nordsee von oben" (2011) und der ARTE-Dokumentationsreihe "Deutschlands Küsten" (2012) der dritte Film innerhalb kurzer Zeit, der die Nordsee und ihre beindruckende Naturlandschaft in den Mittelpunkt stellt. Mit diesen beiden Filmen hat "Die Nordsee - Unser Meer" beeindruckende Luftaufnahmen gemeinsam, die ebenfalls mit einer aufwändig stabilisierten Helikopterkamera gefilmt wurden. Das Besondere des Films zeigt sich jedoch auf der Bildebene vor allem in der Rundreise durch den gesamten europäischen Nordseeraum und in der Kombination der eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen mit brillanter Tierfotografie. Auf der Tonebene verleiht ein Erzähler (Axel Prahl) unserer Faszination des Naturschönen Ausdruck, bietet durch seinen schnoddrig-humorvoll vorgetragenen Sprechertext aber auch die Möglichkeit der Distanzierung.
Download der PDF-Datei: Die Nordsee - Unser Meer (Kino & Curriculum, 04/2013)
Die Wand (Kino & Curriculum, September 2012)
Originaltitel: Die Wand. Regie: Julian Roman Pölsler. Drehbuch: Julian Roman Pölsler, nach dem gleichnamigen Roman von Marlen Haushofer. Kamera: J.R.P. Altmann, Christian Berger, Markus Fraunholz, Martin Gschlacht, Bernhard Keller, Helmut Pirnat, Hans Selikovsky, Thomas Tröger & Richard Wagner. Schnitt: Bettina Mazakarini, Natalie Schwager & Thomas Kohler. Szenenbild: Renate Schmaderer, Enid Löser, Petra Heim & Hajo Schwarz. Kostümbild: Ingrid Leibezeder. Maskenbild: Katharina Erfmann. Musik: - Ton: Uve Haussig, Gregor Kienel & Markus Kathriner (Ton), Christian "Choco" Bischoff (Mischung), Johannes Konecny, Marcel Spisak, Achim Hofmann, Philipp Mosser & Nils Kirchhoff (Sound Design). Darsteller: Martina Gedeck [Die Frau], Karl Heinz Hackl [Hugo], Ulrike Beimpold [Luise], Julia Gschnitzer [Versteinerte Frau], Hans-Michael Rehberg [Versteinerter Mann], Wolfgang Maria Bauer [Mann] Kinostart: 11.10.2012 (DE). Verleih: Studiocanal Filmverleih (DE). Länge: 107:42 Min. FSK: ab 12 Jahren. FBW: wertvoll.
Von einem Tag auf den anderen wird eine Frau, die mit Verwandten einen Ausflug in die Berge gemacht hat, durch eine unsichtbare Wand von der Außenwelt getrennt. Anscheinend ist sie die einzige Überlebende einer unbekannten Katastrophe. Von der Außenwelt isoliert kämpft die Städterin ums Überleben in den Bergen. Den Winter verbringt sie in einem Jagdhaus im Wald, im Sommer siedelt sie auf eine Alm über. Ihre einzigen Gefährten sind ein Hund, eine Kuh und eine Katze. Als eines Tages überraschend ein Mann auftaucht, der zwei ihrer Tiere tötet, erschießt sie den Eindringling. Traumatisiert beginnt sie, einen Bericht über ihre Erlebnisse zu schreiben ... - Der Film basiert auf dem 1963 erschienenen Roman "Die Wand" der österreichischen Schriftstellerin Marlen Haushofer (1920-1970).
Download der PDF-Datei: Die Wand (Kino & Curriculum, 09/2012)
Speed - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Kino & Curriculum, September 2012)
Originaltitel: Speed - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Regie: Florian Opitz. Drehbuch: Florian Opitz. Kamera: Andy Lehmann. Schnitt: Annette Muff. Musik: Von Spar. Ton: Max Pellnitz (Ton), Jörg Höhne (Mischtonmeister), Sebastian Morsch (Sounddesign), Sven Serfling (Atmodesign). - Mitwirkende: Prof. Dr. Hartmut Rosa, Prof. Dr. Lothar Seiwert, Dr. med. Bernd Sprenger, Alex Rühle, Prof Dr. Karlheinz Geißler, Dr. Antonella Mei-Pochtler, Mark Thompson, Alan Matthews, Scott Kennedy, Rudolf Wötzel, Erika und Fritz Batzli, Marianne und Fritz Batzli Senior, Douglas Tompkins und Kris Tompkins, Karma Tshiteem, Kunga Tenzin Dorji (Soup), Tenzin Jamtsho (Johnny Bravo), Dasho Karma Ura, Gopilal Acharya. - Kinostart: 27.09.2012 (DE). Verleih: Camino Filmverleih. Länge: 100:47 Min. (24 fps). FSK: ab 6 Jahren. FBW: besonders wertvoll.
In seinem eigenen Leben hat Regisseur Florian Opitz festgestellt, dass ihm im Grunde Zeit für alles fehlt. Nicht nur für Freunde und Familie - egal, was er sich vornimmt - er empfindet sein Dasein als einzige rastlose Hetzerei. Er stellt das moderne Paradox fest: Wir erledigen heute viele Aufgaben bedeutend schneller als frühere Generationen, wir sparen also Zeit und trotzdem haben wir keine Zeit. Wo ist die Zeit geblieben?
Drei einschneidende Ereignisse veranlassten Opitz, dieser Frage nachzugehen: In Nigeria wurde er während einer Recherchereise verhaftet und wegen angeblicher Verschwörung und Spionage vor Gericht gestellt. Ein Jahr später wurde sein Sohn Anton geboren. Der Tod seines Vaters
führte ihm die Endlichkeit des menschlichen Lebens vor Augen.
SPEED - AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT berichtet von der Suche des Regisseurs nach Antworten auf die Frage nach dem Sinn unseres Leben in der modernen beschleunigten Gesellschaft. Seine Suche führt ihn um die ganze Welt. Er spricht mit Fachleuten und Aussteigern,
stellt alternative Lebens- und Gesellschaftsmodelle vor und versucht, passende Lösungen für sein eigenes Leben zu finden.
Download der PDF-Datei: Speed - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Kino & Curriculum, 09/2012)
This Ain't California (Kino & Curriculum, August 2012)
Originaltitel: This Ain’t California. Regie: Marten Persiel. Drehbuch: Marten Persiel & Ira Wedel (Recherche: Dirk Reiher). Kamera: Felix Leiberg. Schnitt: Maxine Goedicke, Bobby Good & Toni Froschhammer. Szenenbild: Anne Zentgraf. Kostümbild: Simone Eichhorn. Maskenbild: C.I.S.E.L. Musik: Lars Damm & Troy van Balthazar. Ton: Ireneusz Szumlanski & Elias Struck (Sound Design), Michael Kaczmarek (Surround Mixer). Animation: Sasa Zivkovic (Animation), Jonas Riemer (3D Animation). Mitwirkende: Tina "Trillian" Bartel, Titus Dittmann, John Haak, Kai Frederik Hillebrand, Mirko Mielke, David Nathan, Christian Rothenhagen, Thorsten "Goofy" Schubert, Marco Sladek, Patrick Steffens, René Falk Thomasius u.a. Kinostart: 16.08.2012 (DE). Verleih: Farbfilm Verleih. Länge: 99:19 Min. FSK: ab 12 Jahren.
Nach vielen Jahren treffen sich ehemalige Freunde und Bekannte wieder, die in ihrer Jugend zur Skater-Szene in der DDR gehörten. Das Ereignis, das sie zusammenführt, ist die Beerdigung von Denis "Panik" Paraceck, der in den 1980er Jahren einer der besten Skater der DDR war. Sein Tod bringt die Gruppe von damals wieder zusammen und die einzelnen Personen erinnern sich an ihn und sein Leben, an die gemeinsame Leidenschaft für den Sport und die einschränkenden Bedingungen, unter denen die Gruppe in der DDR als Skater aktiv war.
Denis' sportliches Talent wird in seiner Kindheit entdeckt, doch er entzieht sich dem väterlichen Wunsch, Profi-Schwimmer zu werden. Im Skaten sieht er sein Lebensziel, verlässt seinen Heimatort und folgt seinem Freund Nico nach Berlin. Beide werden schnell Mitglieder der Skater-Szene am Alexanderplatz und zur Attraktion für die Öffentlichkeit. Von der Staatssicherheit wird die neue Sportart aus dem Westen jedoch misstrauisch beobachtet. 1989 wird Denis wegen "Widerstands gegen die Staatsgewalt" in haftiert, die privaten Kontakte lösen sich auf. Erst viel später erfahren die ehemaligen Freunde, dass Denis, der sich immer gegen Autorität gewehrt hat, 1999 in die Bundeswehr eingetreten ist. Er stirbt bei einem Einsatz in Afghanistan im Jahr 2011.
>>> Download der PDF-Datei: This Ain't California (Kino & Curriculum, August 2012)
Out of the Darkness - Der Weg ins Licht (Kino & Curriculum, März 2012)
Originaltitel: Out of the Darkness. Regie: Stefano Levi. Drehbuch: Stefano Levi & Lisa Wagner. Kamera: Luca Coltri & Stefano Levi. Schnitt: Rainer Nigrelli. Musik: Prem Rana (Autari) & Markus Aust. Ton: Rosalie Kubny (Sound Recording), Matteo Bohé (Sound Mixing). Mitwirkende: Sanduk Ruit, Geoff Tabin, David Oliver Relin, Sukmati Limbu, Sangeeta Tamang & Bhpin Sinjali Magar. Verleih: Barnsteiner-Film. Länge: 85 Min. FSK: ohne Altersbeschränkung. Kinostart: 29.03.2012 (DE).
Der Film dokumentiert die aufopfernde Hilfsaktion zweier Augenärzte für sehbehinderte und blinde Landbewohner in Nepal. In den abgelegenen Dörfern im Hochland des Himalaja leiden viele Menschen an der Augenkrankheit Grauer Star. Ohne medizinische Hilfe führt die Krankheit zur völligen Erblindung. Für die arme Landbevölkerung ist das Krankenhaus in Kathmandu nicht erreichbar und eine Operation nicht bezahlbar. So müssen die Blinden, unter ihnen auch viele Kinder und Jugendliche, ein trostloses Leben im Dunkeln fristen und ihre Familien als nutzlose Esser schwer belasten. Hilfe können sie nur von dem nepalesischen Augenarzt Dr. Sanduk Ruit, seinem amerikanischen Kollegen Dr. Geoff Tabin und ihrem mobilen Operationscamp erhoffen.
>>> Download der PDF-Datei: Out of the Darkness - Der Weg ins Licht (Kino & Curriculum, März 2012)
Homies (Kino & Curriculum, Januar 2012)
Originaltitel: Homies. Regie: Adnan G. Köse. Drehbuch: Andrea Kriegl, Adnan G. Köse. Kamera: James Jacobs. Schnitt: Manuel Reidinger. Szenenbild: Susanne Richter. Kostümbild: Tina Keimel-Sorge. Maskenbild: Sovena Ochs & Sedef Musaoglu. Musik: Tai Jason. Tanzchoreografie: Detlef D! Soost & Rafael Antonio. Darsteller: Jimi Blue Ochsenknecht (Marvin), Sabrina Wilstermann (Stella), Ismail Deniz (Osman), Günther Kaufmann (D.W. Court), Detlef D! Soost (Tanzlehrer), Selina Shirin Müller (Lili), Ali Murtaza (Kemal), Ann-Kathrin Kramer (Marvins Mutter), Tai Jason (Rapper Tai) u.a. Verleih: Studiocanal (DE). Länge: 95 Min. FSK: ohne Altersbeschränkung. Kinostart: 18.08.2011 (DE).
HOMIES erzählt die Geschichte des 19-jährigen Marvin, der seiner vorbestimmten Zukunft als Sohn einer reichen Mutter (das Haus, das Auto, die Firma) den Rücken kehrt, um seinen eigenen Traum zu verwirklichen. Marvin will Rapper werden, doch dazu muss er das echte Leben kennen lernen. Marvin bekommt seine Chance als er nach einer mysteriösen nächtlichen Begegnung von Osman und seinen Kumpels angefahren wird. Die Clique nimmt ihn auf und Osman gibt ihm einen Job in seiner Pizza-Station. Marvin findet mit seinen gekonnten Rhymes schnell Anerkennung. Besonders Kemal, der auch in der Pizzeria arbeitet, ist ganz begeistert von dem Neuen. Osman erkennt Marvins Talent und will ihn als Ghostwriter für seine eigene Hip-Hop-Karriere anheuern. Aber Marvin lehnt ab.
Als Osman dahinter kommt, dass Marvin gar nicht von der "Straße", sondern aus reichem Hause stammt, zwingt er Marvin, ihm seine Rhymes zu überlassen. Marvin lässt sich darauf ein, bittet Osman aber ihm im Gegenzug Geld zu geben, um einen Hip-Hop-Contest im "Viertel" organisieren zu können. Osman, der seine Chance auf Ruhm und Ehre wittert, willigt ein. Als er merkt, dass Marvin immer beliebter wird und sich Stella, auf die Osman es schon lange abgesehen hatte, in Marvin verliebt, enthüllt Osman Marvins Herkunft. Alle wenden sich von Marvin ab, sogar Stella fühlt sich betrogen. Als der Tag des Hip-Hop-Contest gekommen ist, wagt Marvin sich mit seinem letzten Rap in den Ring und gewinnt nicht nur Stellas Herz wieder zurück ...
>>> Download der PDF-Datei: Homies (Kino & Curriculum, Januar 2012)
The Ides of March - Tage des Verrats (Kino & Curriculum, Dezember 2011)
Originaltitel: The Ides of March. Regie: George Clooney. Drehbuch: George Clooney, Grant Heslov & Beau Willimon, nach dem Theaterstück "Farragut North" von Beau Willimon. Kamera: Phedon Papamichael. Schnitt: Stephen Mirrione. Szenenbild: Sharon Seymour (Production Designer), Chris Cornwell (Art Director). Kostümbild: Louise Frogley. Maskenbild: Julie Hewett (Make-up Department Head). Musik: Alexandre Desplat. Darsteller: Ryan Gosling (Stephen Meyers), George Clooney (Governor Mike Morris), Philip Seymour Hoffman (Paul Zara), Paul Giamatti (Tom Duffy), Marisa Tomei (Ida Horowicz), Jeffrey Wright (Senator Thompson), Evan Rachel Wood (Molly Stearns), Max Minghella (Ben Harpen), Jennifer Ehle (Cindy Morris), Michael Mantell (Senator Pullman), Gregory Itzin (Jack Stearns) u.a. Verleih: Tobis Film. Länge: 102 Min. FSK: ab 12 Jahren. Kinostart: 22.12.2011 (DE), 23.12. 2011 (AT). DVD & Blu-ray-Start: 24.05.2012.
Der junge Polit-Berater Stephen Meyers ist ein Shooting Star seiner Branche und kämpft voller Überzeugung für den charismatischen Gouverneur Mike Morris, dem gute Chancen auf die nächste US-Präsidentschaft eingeräumt werden - sofern er es durch das Minenfeld der Vorwahlen in Ohio schafft. Mal ist Stephen dafür zuständig, eine New York Times-Reporterin mit Insider-Infos zu versorgen, dann muss er die gegnerischen Attacken Paul Duffys abwehren. Doch während Stephen mit Kampagnenleiter Paul Zara gerade dabei ist, Gouverneur Morris einen wichtigen Vorsprung in den Umfragen zu verschaffen, gerät der junge Idealist aus der gewohnten Erfolgsspur. Plötzlich treiben ihn Fehler in die Defensive, die Praktikantin gerät in die Schusslinie und Stephen muss einsehen, dass ihn ein winziger Fehler sein Ticket nach Washington kosten kann. Und bald steht auch das politische Überleben seines Kandidaten auf dem Spiel. Stephen muss sich entscheiden: Ist er bereit, Prinzipien und persönlichen Idealismus über Bord zu werfen, um nicht selbst gefressen zu werden von Gegnern, die ihre Opfer mit einem indiskreten Flüstern erledigen? Ganz gleich, welche Wahl Stephen Meyers trifft - er wird über Leichen gehen müssen.
>>> Download der PDF-Datei: The Ides of March (Kino & Curriculum, Dezember 2012)
Jane Eyre (Kino & Curriculum, November 2011)
Originaltitel: Jane Eyre. Regie: Cary Joji Fukunaga. Drehbuch: Moira Buffini, nach dem Roman von Charlotte Brontë. Kamera: Adriano Goldman. Schnitt: Melanie Ann Oliver. Szenenbild: Will Hughes-Jones (Production Designer), Karl Probert (Art Director). Kostümbild: Michael O'Connor. Maskenbild: Daniel Phillips (Make-Up and Hair Designer). Musik: Dario Marianelli. Darsteller: Mia Wasikowska (Jane Eyre), Michael Fassbender (Rochester), Jamie Bell (St John Rivers), Sally Hawkins (Mrs. Reed), Simon McBurney (Mr. Brocklehurst), Valentina Cervi (Bertha Mason), Judi Dench (Mrs. Fairfax) u.a. Verleih: Tobis Film. Länge: 120 Min. FSK: ab 12 Jahren. Kinostart: 01.12.2011 (DE), 02.12.2011 (AT). DVD & Blu-ray-Start: 03.05.2012.
18-jährig tritt die unscheinbare und mittellose Jane Eyre ihre neue Stelle als Hauslehrerin im geheimnisvollen Herrenhaus Thornfield an, dessen Haushalt von der gutmütigen Mrs. Fairfax geführt wird. Aufgewachsen als Waisenkind war Janes bisheriges Leben geprägt von Entbehrungen und fehlender Liebe. Umso mehr fühlt sie sich von der ersten Begegnung an magisch hingezogen zu dem spröden, aber faszinierenden Hausherrn Edward Rochester. Doch trotz seines offenkundigen Interesses an ihr, umwirbt er auch die schöne Blanche Ingram. Jane glaubt nicht mehr daran, ihn für sich gewinnen zu können - bis Rochester ihr völlig überraschend einen Heiratsantrag macht. Ihr Glück scheint perfekt. Doch am Tag der geplanten Hochzeit nehmen die Dinge plötzlich eine dramatische Wendung ...
>>> Download der PDF-Datei: Jane Eyre (Kino & Curriculum, November 2011)
Gerhard Richter Painting (Kino & Curriculum, August 2011)
Originaltitel: Gerhard Richter Painting. Regie: Corinna Belz. Drehbuch: Corinna Belz. Kamera: Johann Feindt, Frank Kranstedt & Dieter Stürmer (2. Kamera Atelier: Gerhard Richter). Schnitt: Stephan Krumbiegel. Ton: Gerrit Lucas, Sven Phil Lentzen & Andreas Hildebrandt (Ton),
Dominik Schleier (Tonbearbeitung), Martin Steyer (Mischung). Mitwirkende: Gerhard Richter, Norbert Arns, Hubert Becker, Sabine Moritz-Richter, Konstanze Ell, Marian Goodman, Benjamin H. D. Buchloh, Kasper König, Ulrich Wilmes, Sandy Nairne, Paul Moorhouse. Verleih: Piffl Medien. Länge: 97:25 Min. (25 fps) bzw. 101:19 Min (24 fps). FSK: ohne Altersbeschränkung. Kinostart: 08.09.2011 (DE).
Regisseurin Corinna Belz hat den Maler Gerhard Richter von April bis September 2009 in seinem Atelier in Köln besucht und einen intensiven Blick auf seinen Schaffensprozess geworfen. Im Mittelpunkt stehen die Entstehung der großformatigen, abstrakten Gemälde aus dieser Zeit,
Richters Arbeitstechnik mit Pinsel und Rakel sowie seine Reflexionen über den eigenen Schaffensprozess. Nachdem die Regisseurin bereits 2007 die Entstehung des Glasfensters für das Südquerhaus des Kölner Doms filmisch begleiten konnte, ist ihr mit "Gerhard Richter Painting" eine weitere Dokumentation über den zurückhaltenden Künstler gelungen. Sie zeigt den Künstler bei seiner Arbeit im Atelier, den Umgang mit dem Malmaterial, den Entstehungsprozess,
die Überarbeitung der Bilder und Richters Überlegungen und Zweifel, inwieweit ein Bild gelungen ist.
Ergänzend eingefügt werden Ausschnitte früherer Film-Dokumentationen aus den 60er und 70er Jahren, in denen der junge Künstler in seltenen Interviews zu sehen ist und seine Haltung zu Gesellschaft und Kunst deutlich wird. So äußert er sich in seinem damaligen Atelier in
Düsseldorf: "Malen ist eine andere Form des Denkens". Mit dieser Aussage verdeutlicht Richter sein Anliegen, Kunst als eine der Möglichkeit zu begreifen,
über die der Mensch verfügt, um zu Wahrheit und Erkenntnis zu gelangen.
>>> Download der PDF-Datei: Gerhard Richter Painting (Kino & Curriculum, August 2011)
In einer besseren Welt (Kino & Curriculum, Februar 2011)
Originaltitel: Hævnen. Regie: Susanne Bier. Drehbuch: Anders Thomas Jensen. Kamera: Morten Søborg. Schnitt: Pernille Bech Christensen & Morten Egholm. Szenenbild: Peter Grant. Kostümbild: Manon Rasmussen. Maskenbild: Charlotte Laustsen. Musik: Johan Söderqvist. Darsteller: Mikael Persbrandt (Anton), Trine Dyrholm (Marianne), Ulrich Thomsen (Claus), William Jøhnk Juel Nielsen (Christian), Markus Rygaard (Elias) u.a. Länge: 117 Min. Verleih: Universum Film. Kinostart: 17.03.2011. FSK: ab 12 Jahren. FBW: besonders wertvoll. Auszeichnungen: Academy Award 2011 für den besten fremdsprachigen Film, Golden Globe 2011 für den besten fremdsprachigen Film.
Als schwedischer Junge wird Elias in einer dänischen Schule drangsaliert und gemobbt. Erst als der neue Klassenamerad Christian ihm zeigt, wie man sich erfolgreich gegen Peiniger wehrt, kann er sich in der Schülergemeinschaft behaupten und seine Isolierung und Einsamkeit aufheben. Die beiden Jungen verbindet von da an eine enge Freundschaft. Beide leiden unter den problematischen Verhältnissen in ihren Familien. Elias Vater Anton arbeitet als Arzt in einem Flüchtlingslager in Afrika. Elias hat eine enge freundschaftliche Beziehung zu seinem Vater, die aber darunter leidet, dass der Vater oft abwesend ist, wenn er ihn braucht. Zudem wollen seine Eltern sich scheiden lassen und leben getrennt. Christians Mutter ist an Krebs gestorben. Ihren Tod hat der Junge nicht verkraftet. Das Verhältnis zu seinem Vater ist so gestört, dass die Kommunikation zwischen beiden abgebrochen ist. Beide Jungen erleben, wie Elias Vater Anton bei einem Schlichtungsversuch auf dem Spielplatz ohne Gegenwehr von einem rassistischen, brutalen Schläger verletzt wird. Anton ist Pazifist und lässt sich nicht provozieren. Die Jungen beschließen ihrerseits, den Angriff des Schlägers mit Gegengewalt zu beantworten und planen als Rache einen Bombenanschlag.
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Serengeti (Kino & Curriculum, Februar 2011)
Serengeti. Dokumentarfilm. Deutschland/Großbritannien 2010. Regie: Reinhard Radke. Drehbuch: Reinhard Radke. Kamera: Reinhard Radke. Zeitlupenaufnahmen: Ivo Nörenberg. Zusätzliche Aufnahmen: Oliver Goetzl, Simon Werry & Peter Glaub. Schnitt: Klaus Müller. Musik: Martin Lingnau & Ingmar Süberkrüb. Sprecher: Hardy Krüger jr. Ton: Kai Storck (Sound Design), Richard Borowski (Mischung). Länge: 102 Min. Verleih: Universum Film. Kinostart: 03.02.2011. FSK: ab 6 Jahren. FBW: besonders wertvoll.
Der Film dokumentiert die Wanderung von ca. 2 Millionen Gnus, Zebras und Antilopen durch den Nationalpark Serengeti
auf der Suche nach Wasser und Nahrung. Die riesigen Huftierherden nehmen dem Rhythmus von Regen- und Trockenzeiten folgend immer den gleichen Weg. Die dramatische und gefährliche Rundreise führt sie durch die weiten Ebenen der Serengeti, im Norden Tansanias, über den Fluss Mara zu den grünen Weiden des Reservats Massai Mara in Kenia und nach Monaten wieder zurück in die südliche Serengeti.
>>> Download der PDF-Datei: Serengeti (Kino & Curriculum, Februar 2011)
The Green Wave (Kino & Curriculum, Februar 2011)
The Green Wave. Dokumentarfilm. Deutschland 2010. Regie & Drehbuch: Ali Samadi Ahadi. Kamera: Peter Jeschke, Ali Samadi Ahadi. Schnitt: Barbara Toennieshen & Andreas Menn. Musik: Ali N. Askin. Zeichnungen: Ali Reza Darvish. Animation: Prof. Dr. Sina Mostafawy, Ali Soozandeh. Darsteller der Motion-Comic-Sequenzen: Pegah Ferydoni (Azandeh), Navid Akhavan (Kaveh). Interviewpartner (Auswahl): Dr. Shirin Ebadi (iranische Juristin und Friedensnobelpreisträgerin), Prof. Dr. Payam Akhavan (Professor für Internationales Recht an der McGill University in Montreal, Kanada, und ehemaliger
Chefberater der Anklage am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien und für Ruanda), Dr. Mohsen Kadivar (schiitischer Geistlicher und Philosoph), Mehdi Mohseni (Blogger und Journalist), Mitra Khalatbari (Journalistin) u.a. Kinostart: 24.02.2011. Verleih: Camino Filmverleih. Länge: 82 Min. FSK: ab 12 Jahren.
Am 23. Mai 2009 versammeln sich in einer Sportarena in Teheran zehntausende Menschen um Mir Hossein Mussawi zu sehen und sprechen zu hören. Mussawi ist kein Popstar, er ist Präsidentschaftskandidat der Oppositionsbewegung im Iran. Das Stadion ist grün gefärbt. Grün ist die Farbe des Islam und Grün ist die Farbe der Hoffnung. Nicht nur die Menschen im Stadion hoffen auf einen Sieg der Opposition. In den kommenden Tagen versammeln sich in Teheran immer mehr Menschen auf den Straßen. Sie tragen grün, sie reden miteinander, sie marschieren, sie skandieren, sie glauben fest an die bevorstehende Veränderung, sie fühlen sich als Teil der "Green Wave", der "grünen Revolution". Alle sind dabei: Märtyrerfamilien, Milizionäre, Anhänger der Hezbollah, Studenten und Revolutionsgegner, Leute, die noch nie gewählt haben. Das Fernsehduell zwischen Mussawi und dem amtierenden Regierungschef
Mahmud Ahmadinedschad verfolgen die Menschen auf Großbildschirmen wie hierzulande die Fußball-WM. Doch dann geschieht das Undenkbare. Am 12. Juni verliert Mussawi die Wahl. Schnell ist von Wahlbetrug die Rede. Immer wieder kommt es zu öffentlichen Protestkundgebungen. Auf Plakaten und Transparenten fragen die Demonstranten: "Where is my vote?" – „Wo ist meine Stimme?“ Die Regierung reagiert mit brutaler Gewalt. Überall tauchen Polizei und Milizen auf. Sie prügeln auf die immer noch friedlichen Demonstranten ein, es fallen Schüsse und es gibt Tote. "Live-Bilder", die die Menschen mit ihren Handys aufnehmen, gehen
via Youtube, Facebook, Twitter und Internetblogs um die Welt. Die Situation eskaliert weiter. Aber noch geben die Menschen die Hoffnung nicht auf. Sie gehen wieder auf die Straße. Doch die Brutalität seitens der Regierung nimmt weiter zu. Oppositionelle werden verhaftet und gefoltert. Demonstranten werden mit Schlagstöcken, Messern und Kugeln von den Straßen und öffentlichen Plätzen vertrieben. Es gibt mehr Tote und Verletzte. Am Ende siegt die Gewalt. Ahmadinedschad tritt seine zweite Regierungsperiode an. Die grüne Welle weicht aus der Öffentlichkeit zurück, doch die Hoffnung lebt im Privaten weiter.
>>> Download der PDF-Datei: The Green Wave (Kino & Curriculum, Februar 2011)
Soul Boy (Kino & Curriculum, Oktober 2010)
Soul Boy. Deutschland/Kenia 2010. Produzenten: Tom Tykwer und Marie Steinmann. Regie: Hawa Essuman. Regie Supervisor: Tom Tykwer. Drehbuch: Billy Kahora. Kamera: Christian Almesberger. Schnitt: Ng'ethe Gitungo. Szenenbild: Maima Mungai. Musik: Xaver von Treyer. Darsteller: Samson Odhiambo (Abila), Leila Dayan Opou (Shiku), Krysteeb Savane (Nyawawa), Frank Kimani (Macharia), Joab Ogolla (Abi's Father), Lucy Gachanja (Abi's Mother), Katherine Damaris (Aunt Susan), Kevin Onyango Omondi (Bojo), Calvin Shikuku Odhiambo (Kaka), Nordeen Adbulghani (Willie), Siobhain "Ginger" Wilson (Claire), Nick Reding (Brian), Mclean Wilson (Amy), Jomo Wilson (Rafael) u.a. Verleih: X Verleih. Länge: 60 Min. FSK: ab 6 Jahren.
Abila lebt mit seinen Eltern in Kibera, einem riesigen Slum in Nairobi. Eines Morgens findet er seinen Vater zusammengekauert und wie von Sinnen vor. Der Vater stammelt, eine Frau habe ihm seine Seele gestohlen. Abila will seinen Vater retten. Unterstützt von seiner Freundin Shiku macht er sich auf den Weg zur Nyawawa, einer mysteriösen Geisterfrau, die seinem Vater die Seele gestohlen haben soll. Sie stellt Abila sieben Aufgaben, die er bis zum nächsten Morgen bewältigen muss, um seinen Vater zu retten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
>>> Download der PDF-Datei: Soul Boy (Kino & Curriculum, Oktober 2010)
Suicide Club (Kino & Curriculum, Oktober 2010)
Suicide Club. Deutschland 2010. Regie: Olaf Saumer, Drehbuch: Olaf Saumer, Martin Saumer. Kamera: Thomas Förster. Darsteller: Klaus-Dieter Bange (Lothar), Hildegard Schröter (Gisela), Katja Götz (Silvi), Mathieu Süsstrunk (Mark), Arne Gottschling (Fabian), Christian Heiner Wolf
(Markus) u.a. Verleih: Kinostar. Länge: 99 Min. FSK: ab 12 Jahren. Kinostart: 25. November 2010.
Auf einem Hochhaus in einer deutschen Großstadt treffen sich fünf Menschen, um gemeinsam
in den Tod zu springen. Die Teilnehmer des Vorhabens kennen weder die Namen noch das Alter
oder die Lebensumstände der anderen. Sie wissen nichts über die individuellen Gründe, die in
den Einzelnen den Entschluss zum Selbstmord reifen ließen. Die Ausführung des gemeinsamen
Vorhabens ist schwieriger als sie dachten. Zuerst wird die Tat durch ein Kind verhindert, das am
Fuße des Hochhauses Zeitungen austrägt. Dann kommt die Müllabfuhr. Schließlich muss sich
der Jüngste der Gruppe übergeben und alle verlassen die Brüstung, auf der sie schon sprungbereit
gestanden hatten.
Inzwischen ist die Stadt zum Leben erwacht und die Zeit für einen stillen, gemeinsamen Tod an
diesem Morgen vorbei. Zuerst scheint der kommende Tag der nächstmögliche Zeitpunkt für den
Selbstmord zu sein. Doch der ältere Mann hat die Dachtür verriegelt und den Schlüssel vom
Hochhaus geworfen. Die Gruppe ist auf dem Dach gefangen und muss nun den ganzen Tag unfreiwillig
zusammen bleiben. Man entscheidet, dass der zweite Versuch des kollektiven Todes
schon am Abend stattfinden soll. Durch eine Kette von abenteuerlichen Ereignissen lernen die
Gruppenmitglieder sich kennen. Sie erleben einen außergewöhnlichen Tag, an dem sie wieder
ins Leben zurückfinden.
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Oskar und die Dame in Rosa (Kino & Curriculum, Oktober 2010)
Oskar und die Dame in Rosa. Belgien/Frankreich/Kanada 2009. Originaltitel: Oscar et la Dame Rose. Regie: Éric-Emmanuel Schmitt. Drehbuch: Éric-Emmanuel Schmitt, nach der gleichnamigen Erzählung von Éric-Emmanuel Schmitt. Kamera: Virginie Saint-Martin. Schnitt: Philippe Bourgueil. Darsteller: Amir (Oskar), Michèle Laroque (Rose), Max von Sydow (Der Doktor), Amira Casar (Oberschwester Gommette), Mylène Demengeot (Lily, Mutter von Rose) u. a. Verleih: Kinowelt Filmverleih. Länge: 105 Minuten. FSK: ab 6 Jahren. Kinostart: 7. Oktober 2010.
Der zehn Jahre alte Oskar ist unheilbar an Leukämie erkrankt und hat nur noch kurze Zeit
zu leben. Nachdem er im Kinderkrankenhaus heimlich ein Gespräch seiner Eltern mit dem
Arzt belauscht hat, weiß er, dass alle Behandlungsmethoden erfolglos geblieben sind. Oskar
hasst die Erwachsenen dafür, dass sie nicht den Mut aufbringen, ihm die Wahrheit über
seine Krankheit zu sagen. Besonders seine Eltern hält er für Feiglinge. Auf dem Krankenhausflur
stößt der niedergeschlagene Oskar mit Rose zusammen, einer in ein rosafarbenes
Kostüm gekleideten Dame mittleren Alters. Rose schlägt sich mehr schlecht als recht mit
einem Pizzaservice durch und versucht, in der Klinik Abnehmer zu finden. Sie flucht wie ein
Bierkutscher, als ihr wegen Oskar die Pizzakartons auf den Boden fallen. Oskar ist fasziniert
von der unverstellten und unverblümten Art der „Dame in Rosa“. Nur mit ihr will er fortan
sprechen, was den Klinikleiter Prof. Düsseldorf zu einem besonderen Deal veranlasst. Um
Rose, der Krankenhäuser und Gefühlsduselei zuwider sind, zu den Besuchen bei Oskar zu
überreden, kauft er Pizza für sein Personal.
Rose akzeptiert den Handel erst aus finanzieller Not heraus - nach Ihrer Scheidung ist sie
gerade erst wieder zu Ihrer Mutter gezogen. Nach und nach bereiten ihr die Gespräche mit
dem altklugen und gewitzten Oskar immer mehr Freude und sie empfindet große Zuneigung
für den Jungen. Sie hilft ihm, die wenigen Tage, die ihm bleiben, voll auszuschöpfen.
Oskar soll sich vorstellen, dass er an jedem der folgenden 12 Tage bis zum
Silvesterabend jeweils ein ganzes Jahrzehnt durchlebt. Um ihm die Langeweile zu vertreiben,
empfiehlt Rose Oskar außerdem, einen täglichen Brief an Gott zu schreiben. In
diesen Zwiegesprächen soll er sich alles von der Seele schreiben, was ihn belastet.
Wünsche könne er auch äußern, aber nur immaterielle.
Oskar durchläuft so im kleinen Kosmos des Kinderkrankenhauses gleichsam im Zeitraffer
das Leben eines Hundertjährigen. Seine gleichaltrigen Mitpatienten, allen voran die feenhafte
Peggy Blue, sorgen dafür, dass Oskar von Tag zu Tag Höhen und Tiefen eines
Menschenlebens erlebt: Erste Liebe, Eifersucht und Midlife-Crisis. Nachdem er sich auch mit
seinen Eltern versöhnt hat und von der Krankheit gezeichnet immer schwächer wird, neigt
sich das Jahr unaufhaltsam dem Ende zu. Oskar fühlt sich nun lebenssatt im
beschwerlichen Greisenalter und stellt ein Schild auf seinen Nachttisch, auf dem steht: "Nur
der liebe Gott darf mich wecken."
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Babys (Kino & Curriculum, Juli 2010)
Babys. Dokumentarfilm. Frankreich 2009. Originaltitel: Bébés. Regie: Thomas Balmès. Drehbuch: Thomas Balmès. Kamera: Jérôme Alméras & Steeven Petitteville. Schnitt: Craig Mackay & Reynald Bertrand. Musik: Bruno Coulais. Mitwirkende: Ponijao, Tarererua & Hindere (Namibia), Hattie, Susie & Frazer (USA), Bayar, Mandakh & Purev (Mongolei), Mari, Seiko & Fumito (Japan). Länge: 78 Minuten. FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung.
Der Film dokumentiert die ersten 12 Lebensmonate von vier kleinen Menschen. Die Eltern leben in unterschiedlichen Regionen der Erde, deren Kulturen und Lebenswelten sich deutlich unterscheiden. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die kleine Ponijao aus Opuvo, vom Volk der Himba aus Namibia, das Mädchen Hattie aus San Francisco, die kleine Mari aus Tokio und Bayar, ein Junge aus der Mongolei.
Die Eltern von Ponijao und Bayar sind nomadisierende Viehhirten und leben im Einklang mit der Natur im afrikanischen Busch und in der mongolischen Steppe. Diese beiden Kinder haben viel Entwicklungsspielraum und leben mit Geschwistern und Tieren eng zusammen. Sie sind oft sich
selbst überlassen, da die Eltern hart arbeiten müssen und sich nicht nur um die Kinder, sondern auch um die Tiere kümmern müssen.
Unter extrem gegensätzlichen Bedingungen wachsen die behüteten Einzelkinder Hattie und Mari auf. Hattie in San Francisco in einem Haus mit Swimmingpool, Mari in einer kleinen Hochhauswohnung in der Millionenmetropole Tokio. Beide Kinder werden in Spiel- und Krabbelgruppen
gefördert und sind medizinisch gut versorgt.
Die Dokumentation der unterschiedlichen Lebensbedingungen der 4 Kinder und ihrer Familien vermittelt feinfühlig ein Verständnis für die Kulturen anderer Länder.
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Bis aufs Blut (Kino & Curriculum, Juli 2010)
Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung. Deutschland 2009/2010. Regie: Oliver Kienle. Drehbuch: Oliver Kienle. Kamera: Moritz Reinicke. Darsteller: Jacob Matschenz (Tommy), Burak Yigit (Sule), Manuellsen (Clay), Balder Beyer (Keiler), Simone Thomalla (Tommys Mutter Sylvia), Peter Lohmeyer (Schuldirektor), Aylin Tezel (Sina), Liv Lisa Fries (Caro) u.a. Verleih: Camino Filmverleih. Länge: 104 Min. FSK: ab 16 Jahren. Kinostart: 23.09.2010.
Seit ihrer Kindheit sind Tommy, der mit seiner alleinerziehenden Mutter, einer Psychologin, behütet aufwächst und Sule, ein Junge aus einer türkischen Familie unverbrüchlich zusammenhaltende Freunde. Sule ist als Jugendlicher nach dem Tod seiner Eltern ganz auf sich allein gestellt. Er lebt in einer Clique von Freunden. Sie sind seine Heimat. Dazu gehören Clay, ein farbiger Amerikaner und Keiler, der vergeblich versucht, seine Hip-Hop Musik an eine Plattenfirma zu verkaufen. Tommy ist von seinem Freund und dessen freiem Lebensstil ohne einengende Familie und Schule begeistert. Er taucht immer tiefer in Sules aufregenden, faszinierenden Alltag ein, der von Drogendeal, Dauerparty und illegalen Unternehmungen gekennzeichnet ist.
Vom Leben haben die beiden aber unterschiedliche Vorstellungen. Sules Traum ist eine gemeinsame Tuning-Werkstatt. Tommy träumt davon, Physiklehrer zu werden. Sule empfindet Tommys Plan als Verrat an ihrer Freundschaft. Auch Tommys Freundin Sina ist ein Problem für Sule. Er muß seinen einzigen Freund teilen und fühlt sich vernachlässigt und verlassen. Plötzlich erscheint die Polizei bei Tommy und findet die Drogen. Er wird zu sechs Monaten Jugendgefängnis verurteilt. Als er traumatisiert von Gewalterfahrungen das Gefängnis verlässt, will er nichts mehr mit Drogen zu tun haben, das Abitur machen und sein Leben wieder in den Griff bekommen. Das ist problematischer als er gedacht hat. Alles hat sich verändert. Seine Ex-Freundin Sina will mit ihrem alten "Gangsterfreund" nichts mehr zu tun haben. Die Kommunikation mit seiner Mutter, ist so gestört, dass sie ihm mit Rausschmiss droht. Sein Freund Sule dealt mit harten Drogen und gerät wegen seiner Sucht dauernd in gefährliche Händel. Obwohl Tommy sicher ist, dass er nie mehr ins Gefängnis gehen will, schlittert er durch seine Freundschaft zu Sule immer wieder in Situationen, in denen er seine Bewährungsauflagen verletzt. Aber er genießt auch die Autofahrten zugekifft mit den alten Kumpels und guter Musik. Gleichzeitig weiß er, dass er der Szene entwachsen ist. Als er erfährt, dass Sule ihn durch Verrat ins Gefängnis gebracht hat, bricht alles zusammen. Freundschaft und Clique landen in einer Katastrophe. Tatsache ist: Die Kumpel verraten sich gegenseitig für Strafmilderung. Die Situation eskaliert.
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Die Beschissenheit der Dinge (Kino & Curriculum, Mai 2010)
Die Beschissenheit der Dinge. Belgien 2009. Originaltitel: De helaasheid der dingen. Regie: Felix van Groeningen. Drehbuch:
Christophe Dirickx und Felix van Groeningen, nach dem Roman von Dimitri Verhulst. Kamera: Ruben Impens. Darsteller: Valentijn Dhaenens (Gunther Strobbe), Kenneth Vanbaeden (junger Gunther Strobbe), Koen De Graeve (Marcel „Celle“ Strobbe), Wouter Hendrickx (Lowie „Petrol“ Strobbe), Johan Heldenbergh (Pieter „Beafcake“ Strobbe), Bert Haelvoet (Koen), Gilda De Bal (Großmutter) u. a. Verleih: Camino Filmverleih. Länge: 108 Min. FSK: ab 12 Jahren. Kinostart: 20. Mai 2010.
Der 13-jährige Gunther “petit“ Strobbe wächst im flämischen Dorf Reetveerdegem bei seiner Großmutter auf. Zur Familie gehören Gunthers Vater, „Celle“, ein Trinker und Faulenzer und die drei Brüder des Vaters. Alle vier Söhne der Großmutter sind in ihrem eigenen Leben gescheitert und in ihr Elternhaus zurückgekehrt, wo sie die Tage mit Trinken, Randalieren, und allerlei Spielen, wie Nacktfahrradrennen und Wettrinken verbringen. Der dreizehnjährige Gunther ist immer mitten drin in den Saufgelagen, den Prügeleien, den Wutanfällen und sentimentalen Jammerarien, wenn der Alkoholpegel seines Vaters sinkt. Sein einziger Halt ist die Großmutter, die sich um den Haushalt, das Essen, die Wäsche kümmert und sich für die vier nichtsnutzigen, erwachsenen Männer abrackert.
Gunther erfährt soziale Ausgrenzung in der Schule, weil er zu einer als asozial betrachteten Familie gehört. Er hat Probleme in der Schule, weil er oft zu spät kommt und seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. So wird er mit zahlreichen Strafarbeiten eingedeckt, die oft
aus langen Aufsätzen zu verschiedenen Themen bestehen. (Das ist der Anfang seiner Begeisterung für das Schreiben.)
Als die Situation in der Familie immer kritischer für den Jungen wird, benachrichtigt die Großmutter eine Fürsorgerin und Gunther kommt in ein Internat, in dem er sich zu einem erfolgreichen Schüler entwickeln wird.
Die Geschichte der Familie Strobbe wird aus der Perspektive von "petit" Gunther Strobbe gezeigt und von der Erzählstimme des erwachsenen Gunther kommentiert. Parallel zur Geschichte des 13jährigen, zeigt uns der Film das Leben Gunthers, der als erwachsener und erfolgloser Schriftsteller, von zahlreichen Nebenjobs lebt und auf keinen Fall Vater werden will, als seine Freundin von ihm ein Kind erwartet. Er verläßt sie aus Angst, kein guter Vater sein zu können und in Erinnerung an seine eigene elende Kindheit.
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Agora - Die Säulen des Himmels (Kino & Curriculum, Februar 2010)
Originaltitel: Agora. Regie: Alejandro Amenábar. Drehbuch: Alejandro Amenábar & Mateo Gil. Kamera: Xavi Giménez.
Musik: Dario Marianelli. Darsteller: Rachel Weisz (Hypatia), Max Minghella (Davus), Oscar Isaac (Orestes), Michael Lonsdale (Theon), Rupert Evans (Synesios), Homayoun Ershadi (Aspasius), Sammy Samir (Kyrill) u.a. Verleih: TOBIS Film. Länge: 126 Min. FSK: ab 12 Jahren. Kinostart: 11. März 2010. FBW-Prädikat: wertvoll
Alexandria, im Jahr 391 nach Christus. In der ägyptischen Stadt lehrt die Philosophentochter Hypatia Mathematik
und Astronomie. Zu ihren Schülern gehören Orestes und Synesios, denen sie zu vermitteln versucht, dass sie trotz ihres unterschiedlichen Glaubens mehr verbindet als trennt. Als es zum Glaubenskrieg zwischen den Anhängern der alten und der neuen Religion kommt, muss sie hilflos miterleben, wie
fanatische Christen den Tempel des Stadtgottes Serapis und die darin liegende Bibliothek zerstören. Zwanzig Jahre später sind viele Einwohner Alexandrias zum Christentum konvertiert. Für Orestes, mittlerweile Statthalter von Alexandria, ist Hypatia eine wichtige Ratgeberin. Weiterhin erforscht sie mit großer
Leidenschaft die Gesetzmäßigkeiten des Sonnensystems und gerät dadurch in Konflikt mit der christlichen Obrigkeit. Als Hypatia der Gottlosigkeit beschuldigt wird, raten ihr Orestes und Synesios, der mittlerweile Bischof von Kyrene ist, sich taufen zu lassen. Wird Hypatia den neuen Glauben annehmen, um ihr Leben zu retten?
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Berlin '36 (Kino & Curriculum, Juli 2009)
Berlin '36. Länge: 95 Min. Regie: Kaspar Heidelbach. Drehbuch: Lothar Kurzawa. Kamera: Achim Poulheim. Musik: Arno Steffen. Schauspieler: Karoline Herfurth (Gretel Bergmann), Sebastian Urzendowsky (Marie Ketteler), Axel Prahl (Hans Waldmann), Robert Gallinowski (Sigfrid Kulmbach), Maria Happel (Paula Bergmann), August Zirner (Edwin Bergmann), Thomas Thieme (Hans von Tschammer und Osten) u.a. Start: 10.09.2009. Verleih: X Verleih AG.
Der Film zeigt das Schicksal der jüdischen Hochspringerin Gretel Bergmann im Zusammenhang
mit den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Die Geschichte beruht auf Tatsachen.
Gretel gewinnt in England die Meisterschaft im Hochsprung. Ihr Vater hatte die begabte Sportlerin,
die in Nazi-Deutschland als Jüdin nicht trainieren durfte, rechtzeitig in England in Sicherheit gebracht.
Da die Amerikaner ihre Teilnahme an der Olympiade davon abhängig machen, dass jüdische
Sportler(innen) und besonders die international bekannte Hochspringerin Gretel Bergmann gleichberechtigt
teilnehmen können, gerät das faschistische Olympia-Komitee in Berlin in Schwierigkeiten. Als
ihre Familie bedroht wird, kehrt Gretel nach Deutschland zurück und wird scheinbar gleichberechtigt
im olympischen Trainingslager der Hochspringer aufgenommen. Trainer Waldmann, der von Gretels
Begabung, Leistungsfähigkeit und Disziplin begeistert ist, weigert sich, sportliche Fairness und
Moral aufzugeben und sie gemäß Anweisung der Parteifunktionäre wettkampfunfähig zu machen. Er
wird fristlos entlassen und durch den parteitreuen Trainer Kulmbach ersetzt. Jetzt beginnt Gretels Leidensweg.
Sie erlebt qualvolle Aussonderung, Hass und versuchte Zerstörung ihrer hervorragenden
sportlichen Leistungsfähigkeit. Trainer Kulmbach versucht mit allen Mitteln das Selbstbewusstsein
der jungen Frau zu verunsichern und sie zum Aufgeben zu zwingen. Ihre einzige Konkurrentin auf
der sportlichen Ebene ist ihre Zimmergenossin Marie Ketteler. Diese ist in Wirklichkeit ein Mann, mit
dem die Nazis unbedingt die Goldmedaille für Hochsprung in der Frauendisziplin gewinnen wollen.
Zwischen Marie und Gretel entsteht trotz aller Bedrohung von außen eine solidarische Freundschaft.
Gretel wird unter vorgetäuschten Gründen, obwohl sie trainingsbeste Hochspringerin ist, von der Olympiade
ausgeschlossen. Als Marie das erfährt, verreißt sie den Entscheidungssprung mutwillig. Die Latte
fällt und die Hoffnung auf Sieg aus den Gesichtern der entsetzten Parteifunktionäre. Marie gewinnt nur
den 4. Platz. Gretel verfolgt als Zuschauerin den Wettkampf und ein glückliches Lächeln taucht heimlich
zwischen den beiden auf, als Marie ihren gemeinsamen Widerstand in eine für die nationalsozialistischen
Ambitionen, beschämende Niederlage verwandelt.
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Simons Geheimnis (Kino & Curriculum, April 2009)
Simons Geheimnis (Adoration). Kanada 2008. Länge: 100 Min. Regie: Atom Egoyan. Drehbuch: Atom Egoyan. Kamera: Paul Sarossy. Musik: Mychael Danna. Darsteller: Devon Bostick (Simon), Arsinée Khanjian (Sabine), Scott Speedman (Tom), Rachel Blanchard (Rachel). Noam Jenkins (Sami) u. a. Start: 21. Mai 2009. Verleih: X Verleih AG. FSK: Freigegeben ab 6 Jahren (beantragt). Auszeichnungen: u. a. Preis der ökumenischen Jury bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2008.
Seit dem Tod seiner Eltern lebt Simon bei seinem Onkel Tom, dem Bruder seiner Mutter Rachel. Angeregt durch seine High-School-Lehrerin erzählt Simon in der Schule, er sei der Sohn eines arabischen Terroristen, der seine schwangere Verlobte benutzt habe, um ein
Sprengstoffattentat auf ein Flugzeug zu verüben, das aber von den israelischen Sicherheitskräften verhindert werden konnte. Die Geschichte verbreitet sich im Internet und gerät außer Kontrolle. Nicht nur Simon, sondern auch sein Onkel Tom und seine Lehrerin Sabine müssen sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, die auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden ist ...
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Feuerherz (Kino & Curriculum, Januar 2009)
Feuerherz. Deutschland 2008. Länge: 92 Min. Regie: Luigi Falorni. Drehbuch: Luigi Falorni, Gabriele Kister. Kamera: Judith Kaufmann. Schnitt: Anja Pohl. Musik: Stephan Massimo. Darsteller: Letekidan Micael (Awet), Solomie Micael (Freweyni), Seble Tilahun (Ma’aza), Daniel Seyoum (Mike’ele), Mekdes Wegene (Amrit), Samuel Semere (Haile). Start: 29. Januar 2009. Verleih: Senator. FSK: ab 12 Jahren. Wettbewerbsbeitrag Berlinale 2008.
Eritrea, Anfang der 1980er Jahre. Das Land befindet sich seit zwei Jahrzehnten im Befreiungskrieg mit der äthiopischen Besatzungsmacht. Aus der Befreiung ist inzwischen ein blutiger Bürgerkrieg zwischen den beiden rivalisierenden Befreiungsbewegungen Eritrea Liberation Front (ELF) und Eritrean People Liberation Front (EPLF) geworden. In der Hauptstadt Asmara ist vom Krieg wenig zu spüren. Als die 10-jährige Awet aus dem Kloster abgeholt wird, um zu ihrem Vater zurückzukehren, ändert sich ihr Leben schlagartig. Statt in ein neues Zuhause bringt ihr Vater sie ins Ausbildungslager der Jebha (arabische Bezeichnung für die ELF), wo sie als "Tochter Eritreas" dem Befreiungskampf dienen soll. Noch zu klein für ein Gewehr lernt Awet zunächst mit den anderen Kindern patriotische Lieder. Die Jebha wird für Awet zur Ersatzfamilie, doch die trügerische Idylle ist nur von kurzer Dauer. Gewalt und Tod sind allgegenwärtig und bald schon hält Awet ihr eigenes Gewehr in Händen.
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Alles für meinen Vater (Kino & Curriculum, Januar 2009)
Alles für meinen Vater (Sof Shavua B'Tel Aviv). Deutschland/Israel 2008. Länge: 96 Min. Regie: Dror Zahavi. Drehbuch: Ido Dror und Yonatan Dror. Kamera: Carl F. Koschnick. Musik: Misha Segal. Darsteller: Shredy Jabarin (Tarek), Hili Yalon (Keren), Shlomo Vishinski (Katz) u. a. Kinostart: 22. Januar 2009. Verleih: Kinowelt. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. Auszeichnungen: Publikumspreis für den besten Wettbewerbsbeitrag beim 30. Moskau International Filmfestival 2008, 7 Nominierungen für den Ophir (israelischer Filmpreis). FBW: Besonders wertvoll.
Um die Ehre seines Vaters wiederherzustellen, der wegen Kollaboration mit den Israelis geächtet wird, will Tarek, ein junger Palästinenser, im Auftrag einer Terrorgruppe ein Selbstmordattentat auf dem belebten Carmel-Markt in Tel Aviv begehen. Doch der Anschlag scheitert, da er den Sprengstoffgürtel wegen eines defekten Schalters nicht zünden kann. Tarek beschließt, bei einem israelischen Elektrohändler einen neuen Schalter zu besorgen, der jedoch wegen des bevorstehenden Sabbats erst am Sonntagmorgen geliefert werden kann. In diesen zwei Tagen lernt er Menschen kennen, die ihn verändern.
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Berlin Calling (Kino & Curriculum, Dezember 2008)
Berlin Calling. Deutschland 2007. Laufzeit: 109 Min. Regie und Drehbuch: Hannes Stöhr. Kamera: Andreas Doub. Musik: Paul Kalkbrenner. Soundtrack: Paul Kalkbrenner. Darsteller: Paul Kalkbrenner (DJ Ickarus Martin Karow), Rita Lengyel (Mathilde), Corinna Harfouch (Prof. Dr. Paul), Araba Walton (Corinna), Udo Kroschwald (Wolfgang Karow), Henriette Müller (Groupie Jenny), RP Kahl (Erbse), Dirk Borchard (Clubchef Tom), Peter Schneider (Pete), Mehdi Nebbou (Jamal), Ernest Hausmann (Pfleger Ernesto) u. a. Verleih: Movienet Film. Kinostart: 2. Oktober 2008. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren.
Berlin. Heute. Martin Karow hat es geschafft. Unter dem Künstlernamen „Ickarus“ gehört
er zu den angesagten DJs Berlins. Und nicht nur in Berlin – Ickarus ist europaweit als DJ
unterwegs. Ein Leben auf der Überholspur. Ickarus ist kein Superstar, kann aber von
seiner Musik leben. Das neue Album muss gut werden, will er den Status halten. Doch da
wendet sich das Blatt. Ickarus stürzt ab. Er nimmt die falsche Pille, bricht zusammen und
wacht in der Klinik bei Prof. Dr. Paul auf. Diagnose: Psychose. In seinem Blut: Spuren von
fast jedem Rauschmittel außer Heroin. Seine Freundin und Managerin Mathilde verlässt
ihn. Die Produzentin Alice will sein neues Album nicht mehr herausbringen. Seine Auftritte
sind abgesagt. Ickarus ist ganz unten. Was ihm bleibt, sind sein Wille aus dieser Situation
herauszukommen, sich seinen Alpträumen zu stellen, seine Arbeit, seine Kunst, die Musik.
Und Ickarus erhält Hilfe. Auch wenn Mathilde ihn verlassen hat, im wichtigsten Moment ist
sie für ihn da. Seine Familie hält zu ihm, wenn es darauf ankommt. Der Film hört da auf,
wo er begonnen hat – am Flughafen. Ein Loop wie bei einem elektronischen Musikstück.nsamen Widerstand in eine für die nationalsozialistischen
Ambitionen, beschämende Niederlage verwandelt.
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Geliebte Clara (Kino & Curriculum, November 2008)
Geliebte Clara. Deutschland/Frankreich/Ungarn 2008. Länge: 107 Min. Regie und Drehbuch: Helma Sanders-Brahms. Kamera: Jürgen Rügers, Ansgar Krajewski. Musik: Alle Stücke im Film werden vom Danubia Symphonic Orchestra gespielt (Dirigent: István Dènes). Darsteller: Martina Gedeck (Clara Schumann), Pascal Greggory (Robert Schumann), Malik Zidi (Johannes Brahms) u. a. Start. 4. Dezember 2008. Verleih: Kinowelt. FSK: Freigegeben
ab 6 Jahren. IKF-Empfehlung: ab Klasse 8.
Im Jahr 1850 ist die berühmte Pianistin und Komponistin Clara Schumann mit ihrem Mann Robert Schumann und ihren Kindern auf dem Weg nach Düsseldorf. Nach vielen anstrengenden Jahren auf Tournee will Robert dort eine feste Stelle als städtischer Musikdirektor antreten. Nach ihrem letzten Konzert in Hamburg lernt Clara den 14 Jahre jüngeren Johannes Brahms kennen, dessen Talent auch ihren Mann begeistert. Doch Brahms ist nicht nur Claras Virtuosität am Klavier verfallen ...
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Der Brief für den König (Kino & Curriculum, November 2008)
Der Brief für den König (De brief voor de koning). Deutschland/Niederlande 2008. Regie: Pieter Verhoeff. Drehbuch: Maarten Lebens, Pieter Verhoeff nach dem gleichnamigen Roman von Tonke Dragt. Kamera: Jules van den Steenhoven. Schnitt: Bart van den Broek. Musik: Paul M. van Brugge. Darsteller: Yannick van de Velde (Tiuri), Quinten Schram (Piak), Uwe Ochsenknecht (Rafox), Hanna Schwamborn (Lavinia), Rüdiger Vogler (König Unauwen/ Menaures), Lars Rudolph (Slupor) u.a. Kinostart: 13. November 2008. Verleih: Zorro Film. FSK: Freigegeben ab 6 Jahren. Auszeichnungen: Juniorfilmpreis und Hauptpreis für den besten Juniorfilm bei dem 13. Internationalen Filmfestival für Kinder und junges Publikum Schlingel 2008 in Chemnitz; Preis der Kinderjuryfür den besten Kinderfilm beim 3. Marburger Kinder- und Jugendfilm-Festival "Final Cut" 2008. IKF-Empfehlung: Klasse 5-7.
In der Nacht vor seinem Ritterschlag bricht der junge Tiuri die Regeln der letzten Prüfung, um einem Fremden zu helfen. Vom sterbenden Ritter Edwinem erhält er den Auftrag, dem König im benachbarten Reich Unauwen einen geheimen Brief zu überbringen. Tiuri darf keine Zeit verlieren, doch auf seinem Weg durch tiefe Wälder und über schneebedeckte Berge lauern viele Gefahren. Vom bösen Slupor und dessen roten Rittern verfolgt, muss sich Tiuri immer wieder aus brenzligen Situationen befreien. Dabei erhält er Hilfe von der schönen Lavinia und dem treuen Piak. Gemeinsam gelingt es ihnen schließlich, die Botschaft zu überbringen. Die Gefahr für das Königreich ist gebannt, doch Tiuri steht noch eine letzte Prüfung bevor. Wieder Zuhause trifft er auf seinen Vater und König Dagonaut. Jetzt muss sich zeigen, ob er richtig gehandelt hat.
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Lemon Tree (Kino & Curriculum, September 2008)
Lemon Tree. Israel/Deutschland/Frankreich 2007. Länge: 100 Min. Regie: Eran Riklis. Drehbuch: Suha
Arraf, Eran Riklis. Kamera: Rainer Klausmann. Musik: Habib Shehadeh Hanna. Darsteller: Hiam Abbass
(Salma Zidane), Ali Suliman (Ziad Daud), Rona Lipaz-Michael (Mira Navon), Doron Tavory (Verteidigungsminister
Israel Navon) u. a. Start: 2. Oktober 2008. Verleih: Arsenal Filmverleih. FSK: Freigegeben ab 6
Jahren. Auszeichnungen: Publikumspreis der Sektion Panorama bei den Internationalen Filmfestspielen
Berlin 2008. IKF-Empfehlung: ab Klasse 9.
Die palästinensische Witwe Salma Zidane lebt allein in einem kleinen Haus im Westjordanland an der Grenze zu Israel.
Ihren Lebensunterhalt verdient sie mit einer Zitronenplantage, die bereits ihr Vater geplanzt hat. Als der neu ernannte
israelische Verteidigungsminister Israel Navon in das Nachbarhaus zieht, rät ihm der Geheimdienst, die Bäume
fällen zu lassen, da sie ein Sicherheitsrisiko darstellen. Salma wehrt sich mit Hilfe des jungen palästinensischen
Anwalts Ziad Daud, der mit ihrem Fall, der international Wellen schlägt, bis zum Obersten Gerichtshof Israels geht.
Die Auseinandersetzung hat auch Auswirkungen auf die Ehe des Verteidigungsminister, dessen Frau Mira Verständnis
für ihre Nachbarin entwickelt.
>>> Download der PDF-Datei: Lemon Tree (IKF, Kino & Curriculum, September 2008)
Der Mongole
(Kino & Curriculum, Juni 2008)
Der Mongole. Russland/Deutschland/Kasachstan 2007. Länge: 125 Min. Regie: Sergei Bodrov. Drehbuch: Arif Aliyev,
Sergei Bodrov. Kamera: Sergey Trofimov, Rogier Stoffers. Musik: Tuomas Kantelinen, Altan Urag. Schnitt:
Zach Staenberg, Valdis Oskarsdottir. Darsteller: Tadanobu Asano (Temudgin), Sun Hong Lei (Jamukha),
Khulan Chuluun (Borte), Aliya (Oelun), Ba Sen (Esugei), Amadu Mamadakov (Targutai) u.a. Kinostart: 7.
August 2008. Verleih: X Verleih. FSK: ab 12 Jahren. Auszeichnungen: 6 Nika Awards von der Russian
Academy of Cinematographic Arts 2008 (Film, Regie, Kamera, Sound Design, Art Direction, Kostüm);
Nominierung für den Oscar® 2008 als bester fremdsprachiger Film. IKF-Empfehlung: ab Klasse 8.
Im 12. Jahrhundert leben in der Mongolei die verschiedenen Clans nomadisierender Reitervölker in ständig
wechselnden Feind- und Freundschaften. Der neunjährige Temudgin soll sich seine Braut bei den Merkiten
wählen, um die verfeindeten Stämme zu versöhnen. Während einer Rast bei einem befreundeten Clan fällt
seine Wahl jedoch auf die ein Jahr ältere Borte, die ihn mit den Worten "Wer schlau ist, sucht sich seine
Frau bei uns" beeindruckt. In fünf Jahren soll die Hochzeit sein. Auf dem Heimweg wird Temudgins Vater
vergiftet. Ein Krieger aus seinem Clan macht Temudgin sein Erbe streitig, er muss fliehen. Erst als erwachsener
Mann kann Temudgin zu seiner Braut zurückkehren. Aber das Glück ist nur von kurzer Dauer.
Borte wird von den Merkiten entführt und Temudgin beginnt einen blutigen Krieg um seine Frau, die er mit
Hilfe seines Blutsbruders Jamukha befreit. Kurz darauf kommt es zu einem Konflikt, der aus den Blutsbrüdern
Todfeinde macht. Jamukha nimmt ihn gefangen und verkauft ihn als Sklave ins benachbarte Königreich
Targut. Nach langer Irrfahrt gelingt es Borte, Temudgin zu befreien. Er kehrt in die Mongolei zurück,
wo sich die verfeindeten Clans schlimmer denn je bekämpfen. Temudgin erkennt seine Berufung: Er muss
das Volk der Mongolen vereinen und sie in eine sichere Zukunft führen. In einer entscheidenden Schlacht
steht er dem gewaltigen Heer Jamukhas gegenüber. Temudgin besiegt Jamukha und tritt die Herrschaft als
Großkhan aller Mongolen an: Dschingis Khan.
>>> Download der PDF-Datei: Der Mongole (IKF, Kino & Curriculum, Juni 2008)
Ben X
(Kino & Curriculum, April 2008)
Ben X. Ben X. Belgien/Niederlande 2007. 90 Min. Regie und Drehbuch: Nic Balthazar. Kamera: Lou Berghmans.
Musik: Praga Khan. Darsteller: Greg Timmermans (Ben Vertriest), Laura Verlinden (Scarlite), Marijke Pinoy (Bens
Mutter), Pol Goossen (Bens Vater), Titus De Voogdt (Bogaert), Maarten Claeyssens (Desmet) u. a. Verleih: Kinowelt.
Start: 8. Mai 2008. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. Auszeichnungen: Hauptpreis, Publikumspreis und Preis der
ökumenischen Jury beim Film Fest Montreal Filmfestival 2007; Hauptpreis der Jury beim Abu Dhabi Filmfestival
2007; Preis für innovatives Kino beim Palm Springs Filmfestival 2008. Der Film lief auch auf der Berlinale
2008 in der Reihe "Generation 14+". IKF-Empfehlung: ab Klasse 7.
"Jeden Morgen spiele ich von 5.45 Uhr bis 6.33 Uhr Computerspiele. Immer." - Ben ist anders. Dem jungen Autisten
fällt der Kontakt zu anderen Menschen schwer. Lieber sitzt er vor dem Computer und spielt das Online-Computerrollenspiel "Archlord". Als Außenseiter wird er in der Schule besonders von seinen Klassenkameraden Bogaert und Desmet tyrannisiert.
Eines Tages wird Ben von den beiden furchtbar gedemütigt. Einige seiner Mitschüler filmen dies mit dem Handy und stellen
es ins Internet. Ben denkt in seiner Verzweiflung sogar über Selbstmord nach. Da schlägt ihm Scarlite, die er aus dem
Online-Computerrollenspiel kennt, vor, sich mit ihm treffen...
>>> Download der PDF-Datei: Ben X (IKF, Kino & Curriculum, April 2008)
Lauf um dein Leben
(Kino & Curriculum, April 2008)
Lauf um dein Leben - Vom Junkie zum Ironman. Deutschland 2007. 102 Min. Regie: Adnan G. Köse. Drehbuch:
Adnan G. Köse, Fritjof Hohagen. Kamera: James Jacobs. Schnitt: Alexander Dittner. Musik: Patrick
Buttmann, Philipp F. Kölmel. Darsteller: Max Riemelt (Andreas), Axel Stein (Kurt), Uwe Ochsenknecht
(Oscar), Robert Gwisdek (Motte), Jasmin Schwiers (Sabine), Ismail Deniz (Ismail), Udo Schenk (Vater),
Leslie Malton (Mutter), Maxi Warwel (Lea) u.a. Kinostart: 24.04.2008. Verleih: Kinowelt. FSK: Freigegeben
ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab Klasse 7.
Andreas, Motte, Kurt und Ismail sind die besten Freunde. Die Schule haben sie beendet, aber keinen Job.
Doch sie wissen genau, wie man das Leben so richtig genießen kann, auch wenn man mitten im Ruhrgebiet
der 80er Jahre lebt. Amsterdam ist ihr Paradies und Haschisch ihre Religion. Die "Fantastischen Vier" haben
einen gemeinsamen Traum: Ein alter Reisebus auf einem Schrottplatz soll ihr Ticket in die Freiheit werden.
"Wir vier, den Bus voller Joints und am Strand sammeln wir die Bikinimädels ein." Aus dem Plan wird nichts.
Andreas verliebt sich in Sabine und gründet eine Familie. Das bürgerliche Leben erweist sich für Andreas als
Sackgasse, aus der ihn nur die alten Kumpels herauslotsen können, mit neuem Stoff: "H" (Heroin). Und so
beginnt der Abstieg in die Welt der harten Drogen. Eine Welt, die Andreas nach und nach alles nimmt,
zuerst Frau und Kind und dann auch Kurt, Ismail und schließlich Motte, der an einer überdosis stirbt. Aber
Andreas bekommt noch eine letzte Chance. - "Lauf um dein Leben" basiert auf der wahren Geschichte von Andreas
Niedrig, der es nach langer Drogenkarriere als Shootingstar in den 90er Jahren in die Spitze des "Ironman",
der härtesten aller Triathlonvarianten, schaffte.
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Der Rote Baron (Kino & Curriculum, März 2008)
Der Rote Baron. Deutschland 2008. Länge: 120 Min. Regie und Drehbuch: Nikolai Muellerschoen. Produzenten: Dan Maag, Thomas Reisser, Nikolai Muellerschoen.
Kamera: Klaus Merkel. Musik: Dirk Reichardt, Stefan Hansen. Szenenbild: Yvonne von Wallenberg. Kostümbild: Gudrun Schretzmeier. Visual Effects Executive Producer:
Thilo Kuther (Pixomondo Images). Visual Effects Supervisor: Rainer Gombos (Pixomondo Images). Darsteller: Matthias Schweighöfer (Manfred von Richthofen), Lena Headey
(Käte Otersdorf), Til Schweiger (Werner Voss), Joseph Fiennes (Captain Roy Brown), Volker Bruch (Lothar Richthofen), Steffen Schroeder (Bodenschatz), Axel Prahl (General
Erich von Hoeppner) u. a. Verleih: Warner. Kinostart: 10. April 2008. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab Klasse 8.
Europa 1916. Der 24-jährige Manfred Freiherr von Richthofen kämpft zusammen mit seinen Kameraden Voss, Sternberg und Lehmann als Pilot im Ersten Weltkrieg.
Krieg ist für ihn eine sportliche und technische Herausforderung. Sein zunehmender Erfolg macht ihn bei Freund und Feind bekannt. Er wird zum gefeierten Idol.
Als er sich in die Krankenschwester Käte verliebt, öffnet sie ihm die Augen für die Schrecken des Krieges.
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Meer is nich (Kino & Curriculum, Februar 2008)
Meer is nich. Deutschland 2007. Länge: 102 Min. Regie und Drehbuch: Hagen Keller. Kamera: Philipp Kirsamer. Schnitt: Monika Schindler. Musikberatung: Steffen
Irlinger. Darsteller: Elinor Lüdde (Lena), Luise Kehm (Klara), Sandra Zänker (Alex), Rosalie Eberle (Anna), Thorsten Merten (Lenas Vater), Ulrike Krumbiegel
(Lenas Mutter), Benjamin Strecker (Hans), Sascha Schwegeler (Sascha),Günter Naumann (Apel). Kinostart: 27. März 2008. Verleih: Kinowelt. FSK: Freigegeben ohne
Altersbeschränkung. Auszeichnungen: Bayerischer Filmpreis 2007. IKF-Empfehlung: ab 12 Jahren (Klassen 7-13).
Lena ist 17 Jahre alt, lebt in Weimar und steht kurz vor den Abschlussprüfungen. Doch für den Unterrichtinteressiert sie sich genauso wenig wie für die guten
Ratschläge diverser Berufsberater. Stattdessen hört sie lieber laute Musik oder geht mit ihren Freundinnen zu Rockkonzerten. Lena macht sich aber durchaus
Gedanken über ihre Zukunft. Eine Lehrstelle, die sie eigentlich nicht will, sieht Lena als verlorene Zeit. Was tun? Kompromisse schließen, sich anpassen oder den
eigenen Weg gehen, auch wenn man noch nicht weiß, wohin er führt? Lena entscheidet sich für Letztes. Sie vernachlässigt die Schule, gibt ihre Gitarrenstunden
auf und lernt stattdessen Schlagzeug spielen. Zusammen mit ihren Freundinnen Klara und Alex gründet sie eine Band und verbringt immer mehr Zeit mit Klaras älterem
Bruder Hans. Dies führt zu Streit mit den Eltern. Lena wird von ihrer Mutter hinausgeworfen. Der Rauswurf erweist sich für Eltern und Tochter jedoch als Chance
für einen Neuanfang.
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Tintenfischalarm (Kino & Curriculum, Februar 2008)
Tintenfischalarm. Dokumentarfilm. Österreich 2006. Regie, Drehbuch und Kamera: Elisabeth Scharang. Filmkamera: Josef Neuper, Christian Schneider. Ton: William Franck,
Norbert Becwar. Schnitt: Christine Öllinger. Musik: garish. Länge: 107 Min. FSK: ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren (Klassen 8-13).
Schätzungsweise zwei bis drei von 1000 Babys kommen ohne eindeutige Geschlechtsmerkmale auf die Welt. Vielen intersexuellem Menschen wird im Kindesalter ein bestimmtes Geschlecht operativ
zugewiesen. "Vereindeutigen" nennt die Medizin die Prozedur. Im Herbst 2002 lud die Filmemacherin und Moderatorin Elisabeth Scharang die 26-jährige intersexuelle Alex in ihre wöchentliche
Radiosendung ein. Dort erzählte Alex ihre Geschichte das erste Mal öffentlich und thematisierte die Qualen, die man intersexuellen Kindern antut, um sie der gesellschaftlichen Norm anzupassen.
Regisseurin Elisabeth Scharang begleitete Alex drei Jahre lang mit der Kamera.
Der Film ist exklusiv im
IKF-Medien-Shop als DVD mit Schullizenz erhältlich.
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Mörderischer Frieden (Kino & Curriculum, November 2007)
Mörderischer Frieden. Deutschland 2007. 91 Min. Regie: Rudolf Schweiger. Buch: Jan Lüthje, Rudolf Schweiger. Kamera: Gerald Schank. Schnitt: Norbert Herzner. Musik:
Robert Papst, Hugo Siegmeth. Darsteller: Adrian Topol (Tom Kapielski), Max Riemelt (Charly Berger), Susanne Bormann (Mirjana Jovovic), Damir Dzumhur (Durcan), Anatole Taubmann
(Enver), Peter Bongarz (Dr. Goran Jovovic), Cornelia Köndgen (Olga Jovovic), Bo Hansen (Maik Teske), Max von Pufendorf (Hauptmann Carsten Benedikt), Frank Kessler (Heinz Back).
Start: 29. November 2007. Verleih: Movienet Film. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Unter dem Schutz der KFOR-Soldaten kehren im Jahre 1999 die vor den serbischen Mordanschlägen geflohenen Albaner zurück in ihre Heimat. Verzweifelt sehen sie die Gräber ihrer
von Serben ermordeten Familienmitglieder und ihre verbrannten Häuser. Mit Trauer, Hass und dem Wunsch nach Vergeltung stehen sie vor dem Nichts. Zwei deutsche KFOR-Soldaten,
Tom und Charly, retten die junge Serbin Mirjana Jovovic, die von Durcan, einem Scharfschützen aus dem Hinterhalt beschossen wird. Durcan ist ein albanischer Junge, dessen Eltern
von den Serben ermordet wurden. Die Soldaten Tom und Charly geraten bei dieser Rettungsaktion in Lebensgefahr. Beide Soldaten verlieben sich in das schöne Mädchen. Bei ihrem Versuch,
das Leben Mirjanas zu schützen, deren Tötung die albanische Miliz mehrmals versucht, geraten sie in viele Konfliktsituationen. Sie missachten ihre Befehle, verletzen das Gebot der
Neutralität und setzen ihr Leben aufs Spiel. Sie geraten zwischen die Fronten der sich mit mörderischer Gewalt bekämpfenden ethnischen Bevölkerungsgruppen.
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Persepolis (Kino & Curriculum, November 2007)
Persepolis. Animationsfilm (2D-Zeichentrick). sw + Farbe. Frankreich 2007. 96 Min. Regie und Buch: Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud. Sprecher/innen (dt. Synchronisation):
Jasmin Tabatabai (Marjane), Nadja Tiller (Mamie, Marjanes Großmutter), Hanns Zischler (Anouche, Marjanes Onkel), Eva Kryll (Taji, Marjanes Mutter), Marcus Off (Ebi, Marjanes Vater) u.a.
Kinostart: 22. November 2007. Verleih: Prokino (Vertrieb: Fox). FSK: ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Von Heimweh geplagt kann sich die in Teheran aufgewachsene, nun in Frankreich lebende Marjane am Pariser Flughafen Orly nicht entscheiden, ob sie in den Iran zurückkehren soll.
Sie denkt an ihre Kindheit und Jugend: Als sie acht Jahre alt ist, wird der Schah von einer breiten Oppositionsbewegung aus dem Iran vertrieben. Doch als die Mullahs die Macht ergreifen
und die Islamische Republik gegründet wird, bleiben viele Werte, für die auch ihre links-intellektuellen Eltern gekämpft haben, auf der Strecke. Die Gesellschaft verändert
sich. Tausende landen im Gefängnis oder werden hingerichtet. Frauen werden gezwungen, Kopftücher zu tragen. Doch die rebellische Marjane denkt nicht daran, sich dem rigiden Regelwerk
zu unterwerfen. Viel lieber entdeckt sie Punk, ABBA und Iron Maiden, trägt Nike-Turnschuhe und widerspricht ihren Lehrern. Sie ahnt nicht, dass ihr spielerischer Protest gefährlich ist
- nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Familie ... Nach den gleichnamigen Comics von Marjane Satrapi.
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Free Rainer - Dein Fernseher lügt (Kino & Curriculum, November 2007)
Free Rainer - Dein Fernseher lügt. Deutschland/Österreich 2007. 124 Min. Regie: Hans Weingartner. Drehbuch: Katharina Held, Hans Weingartner. Kamera: Christine Anna
Maier. Schnitt: Andreas Wodraschke. Darsteller: Moritz Bleibtreu (Rainer), Elsa Sophie Gambard (Pegah), Milan Peschel (Phillip), Simone Hanselmann (Anna). Gregor Bloéb (Maiwald),
Thomas Jahn (Bernd), Robert Viktor Minich (Harry), Ralf Knicker (Sebastian), Andreas Brandt (Karl-Heinz), Irshad Panjatan (Gopal). Kinostart: 15. November 2007. Verleih: Kinowelt.
FSK: ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Rainer ist erfolgreicher Fernsehproduzent bei dem Privatsender TTS. Seine Quoten sind hoch wie auch sein Kokainkonsum. Das Ideal vom anspruchsvollen Fernsehprogramm,
mit dem er einst angetreten war, ist längst dem ständigen Erfolgszwang zum Opfer gefallen. Die Leere in seinem Kopf füllt er mit Alkohol, bezahltem Sex, Drogen und
halsbrecherischen Autofahrten in seinem teuren Sportwagen - bis es knallt. Doch nicht Rainer ist schuld an dem Unfall, sondern die junge Pegah, die mit dem gezielt
herbeigeführten Crash den Tod ihres Großvaters rächen will. Ein Bericht des Senders TTS hat ihn in den Selbstmord getrieben. Durch den Unfall aufgerüttelt, besinnt
sich Rainer auf seine ursprünglichen Ziele und entwirft ein anspruchsvolles Fernsehformat. Als er mit diesem an der miserablen Quote scheitert, verlässt er den Sender
und plant mit Pegah die Entlarvung des Quotenschwindels. Gemeinsam mit dem an Sozialphobie leidenden Hacker Phillip machen sie sich an die Arbeit. Enttäuscht müssen
sie feststellen, dass die Ermittlung der Fernsehquoten nicht manipuliert ist. Doch Pegah hat eine glänzende Idee. Wenn die Quoten stimmen, dann müssen sie eben
manipuliert werden. Schließlich gelingt es der chaotischen Crew, die Quoten zu Gunsten der anspruchsvollen Programme zu ändern. Das Privatfernsehen gerät in die
Krise und Deutschland erlebt einen "geistigen Frühling". Selbst als Rainers ehemaliger Chef ihnen auf die Schliche kommt, ist die Quotenrevolution nicht mehr zu stoppen.
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Die drei Räuber (Kino & Curriculum, Oktober 2007)
Die drei Räuber. Animationsfilm (2D-Zeichentrick). Deutschland 2007. 79 Min. Regie: Hayo Freitag. Drehbuch: Achim und Bettine von Borries, nach dem gleichnamigen Kinderbuch
von Tomi Ungerer. Bühnenbild: Anne Hofmann, Robert Brandt. Figuren: Michaela Wagner, Heidi YiLun Chen-Ceslik. Animation: Edson Basarin, Romy Garcia. Musik:
Kenneth Pattengale. Räuberlied: Bananafishbones. Sprecher: Joachim Król (Malente), Bela B. Felsenheimer (Flinn), Charly Hübner (Donnerjakob), Elena Kreil
(Tiffany), Katharina Thalbach (die wunderliche Tante), Tomi Ungerer (Erzähler) u. a. Kinostart: 18. Oktober 2007. Verleih: X Verleih. FSK: ohne Altersbeschränkung.
Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW): Prädikat "Besonders wertvoll". IKF-Empfehlung: ab 5 Jahren.
Nach dem Tod ihrer Eltern soll das kleine Mädchen Tiffany gegen ihren Willen in ein Waisenhaus gebracht werden. Doch auf dem Weg dorthin wird
die Kutsche von drei Räubern überfallen. Um nicht allein im Wald zurückgelassen zu werden, schwindelt Tiffany ihnen vor, dass sie die Tochter
eines reichen Maharadschas sei, der für ihre Befreiung viel "Lösegold" zahlen würde. Tiffany bringt (im wahrsten Sinne des Wortes) Farbe in
das Leben der drei Räuber, die das Mädchen langsam, aber sicher in ihr Herz schließen. Währenddessen ist die wunderliche alte Tante, die das
Waisenhaus leitet, auf der Suche nach dem Mädchen. Denn sie braucht Kinder, die für sie auf den Rübenfeldern arbeiten, damit sie mit Hilfe
einer geheimnisvollen Maschine Süßigkeiten herstellen kann.
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Sicko (Kino & Curriculum, Oktober 2007)
Sicko. Dokumentarfilm. USA 2007. 113 Min. Regie und Drehbuch: Michael Moore. Kamera: Thaddeus Wadleigh, Jonathan Weaver. Musik: Erin O'Hara.
Schnitt: Geoffrey Richman, Christopher Seward, Dan Swietlik. Kinostart: 11. Oktober 2007. Verleih: Senator Film Verleih. FSK: ab 12 Jahren.
IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren (Klassen 9-13).
In seinem neuesten Film stellt Dokumentarfilmer Michael Moore das US-amerikanische Gesundheitssystem an den Pranger. Wir besuchen mit dem Regisseur
einige Opfer der privatwirtschaftlich organisierten Krankenversicherungen. Es sind drastische Fälle, wie der von Rick, der sich nach einem Unfall
mit der Kreissäge entscheiden muss, ob sein Zeigefinger für 60.000 Dollar oder sein Ringfinger für 12.000 Dollar wieder angenäht werden soll, oder
der Fall von Dawnette, deren 18 Monate alte Tochter stirbt, weil ihr die notwendige medizinische Hilfe verweigert wird. Neben den Opfern kommen
Insider aus der Branche zu Wort, die von der Unmenschlichkeit des Systems berichten. Die Frage, wann das alles angefangen hat, führt zurück
in die 1950er Jahre, zu Präsident Nixon. Wieder in der filmischen Gegenwart geht Moores Reise nach Kanada, England und Frankreich, wo er sich
voller Erstaunen von alternativen, staatlich finanzierten Gesundheitssystemen berichten lässt. Wir kehren zurück in die USA und treffen einige
"9/11-Helfer". Vielen der freiwilligen Helfer bei der Katastrophe, die in der Folge erkrankten, wurde die medizinische Behandlung verweigert.
Erst als Moore mit seinen Protagonisten zur Behandlung ausgerechnet nach Kuba fährt, kommen die "Helden des 11. September" zu ihrem wohl
verdienten Recht. Im "Havana Hospital" erhalten sie endlich die notwendige medizinische Versorgung.
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Leroy (Kino & Curriculum August 2007)
Leroy. Spielfilm. Deutschland 2007. Länge: 89 Minuten. Regie und Drehbuch: Armin Völckers, Schnitt: Marty Schenk. Kamera: Tony Mitchell,
Musik: Ali N. Askin. Soundtrack Supervisor: Denyo. Darsteller: Alain Morel (Leroy), Anna Hausburg (Eva), Constantin von Jascheroff
(Dimitrios), Arnel Taci (Achmed), Paul Maaß (Hanno), Julius Jellinek (Horst), Andreas Schulz (Siegfried), Raphael Wildt (Wotan),
Afrob (Blacula) u. a. Kinostart: 27. September 2007. Verleih: X Verleih. FSK: ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 12 Jahren (ab Klasse 7).
Leroy ist intelligent, höflich, gebildet, ein fleißiger Schüler und spielt Cello. Vielleicht ist er ein wenig schüchtern
für seine siebzehn Jahre, aber das macht ihn nur umso liebenswerter. Und Leroy ist schwarz. Auch wenn er hin und wieder abfällige
Blicke auf sich zieht, fühlt er sich doch ganz wohl in seiner schwarzen deutschen Haut. Mit seinem Freund Dimitrios durchstreift er Berlin
und philosophiert über die Deutschen, ihre Ängste und Vorurteile. Erst als er sich in die blonde Eva verliebt, wird seine Hautfarbe
zum Problem, auch für Eva. Ihr Vater ist Verbandsvorsitzender der örtlichen Rechtspartei und ihre fünf Brüder sind Nazi-Skins.
Eva gerät bald zwischen die Fronten. Eine angestrebte Verständigung zwischen den Nazi-Brüdern und ihrem Freund will nicht gelingen.
Als Eva im Krankenhaus landet, besinnt sich Leroy seiner ethnischen Wurzeln, gründet eine Black-Power-Gang und kämpft um seine Liebe. Mit
Malcolm-X-Brillen als Erkennungszeichen ziehen sie in den Kampf gegen die Nazi-Skins. Gewalt ist keine Lösung, aber immerhin geht Hanno,
dem ältesten Bruder Evas, mitten im Kampf buchstäblich ein Licht auf. Schließlich ist es aber Leroy, der die zündende Idee hat.
Es gibt nur eins, das bislang alle Subkulturen bedroht: die Kommerzialisierung.
Der große Ausverkauf (Mai 2007)
Der große Ausverkauf. Dokumentarfilm. Deutschland 2006. Regie und Drehbuch: Florian Opitz. Kamera: Andy Lehmann, Christoph Mohr. Schnitt:
Niko Remus. Musik: Pluramon. Darsteller (Mitwirkende): Bongani Lubisi, Simon Weller, Minda Lorando, Delfin Seriano Jr., Oscar Olivera, Rosa de
Turpo, Joseph E. Stiglitz u.a. Länge: 94 Min. Kinostart: 17. Mai 2007. Verleih: Majestic. FSK: Freigegeben ab 6 Jahren. IKF-Empfehlung:
ab 14 Jahren (Klassen 8-13).
Packender Dokumentarfilm mit vier ineinander verwobenen Erzählsträngen: (1) Wenn
in Soweto (Südafrika) der Energielieferant ESKOM wieder einmal den ärmsten Einwohnern
Strom abklemmt, kommen Bongani Lubisi und seine Leute vom Soweto Electricity Crisis Comittee (SECC)
und stellen ihn wieder an. "Operation: Kanyisa!" ("Operation: Licht an!"), so nennen sie ihre Kampagne.
Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, aber die Karten sind ungleich verteilt. Für ESKOM geht es um den
Profit, für die Menschen im Township um ihre Existenz. "Es ist unser Verdienst, dass Soweto nicht
im Dunkeln verschwunden ist", erklärt Bongani stolz und fügt hinzu: "Ich kämpfe, bis ich
sterbe." - (2) In Brighton (England) hat Simon Weller inzwischen die vierte neue Uniform erhalten.
Ansonsten hat sich für den engagierten Lokführer kaum etwas verbessert, seit der staatliche
Eisenbahnkonzern British Rail in den 1990er Jahren privatisiert wurde, im Gegenteil. Das Ergebnis waren
Massenentlassungen, schlechtere Arbeitsbedingungen und ein marodes Schienennetz mit zum Teil tödlichen
Folgen. "British Rail war mal die effizienteste Eisenbahngesellschaft Europas", erzählt Simon. "Als
ich bei der Eisenbahn anfing, war sie noch etwas Besonderes [.] Heute ist es eine Schande." - (3) Auf den
Philippinen gab es ein gut funktionierendes staatliches Gesundheitssystem, das den Armen den kostenlosen
Zugang zu medizinischer Versorgung ermöglichte. Heute muss sich Minda Lorando in Manila das Geld
für die Dialyse ihres 19-jährigen Sohnes Jinky jedes Mal zusammenbetteln. Alles, was sie
besaß, hat sie bereits verkauft. Jedes Kilo Reis, das sie jetzt kauft, kann den Tod ihres Sohnes
bedeuten. Denn dann hat sie weniger Geld für Medizin oder die Blutwäsche. Im Krankenhaus sagt
man ihr: "Akzeptieren Sie doch endlich, dass Ihr Sohn sterben wird." - (4) 1999 wurde in Cochabamba,
der drittgrößten Stadt Boliviens, das Wasser privatisiert. Der milliardenschwere US-Konzern
Bechtel erhielt für vierzig Jahre das Monopol auf die Wasserversorgung der Stadt. "Man wollte das
Wasser zur Ware machen", erinnert Oscar Olivera von der "Koalition zur Verteidigung des Wassers". "Sogar
der Regen wurde privatisiert." Doch die Bevölkerung ging auf die Barrikaden. "Ich war bereit für
das Wasser zu sterben", erzählt Rosa De Turpo. Gemeinsam mit den Bürger/innen von Cochabamba
hat sie den Kampf um das Wasser aber gewonnen. Heute verwalten die Bürger von Chochabamba ihr Wasser selbst.
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Shooting Dogs (2007)
Shooting Dogs. Großbritannien/Deutschland 2005/2005. Produktion:
Crossday Productions/Egoli Tossell Film. Regie: Michael Caton-Jones.
Drehbuch: David Wolstencroft. Kamera: Ivan Strasburg. Musik: Dario Marianelli.
Darsteller: John Hurt (Vater Christopher), Hugh Dancy (Joe Connor), Dominique Horwitz
(Capitaine Charles Delon), Clare-Hope Ashitey (Marie) u. a.
Filmstart (D): 17. Mai 2007. Verleih: timebandits films (Vertrieb: barnsteiner film)
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren (Klassen 9-13).
April 1994. Als der Völkermord in Ruanda beginnt, flüchten viele Menschen
schutzsuchend in die "Ecole Technique Officielle", eine kirchliche Schule, in der auch
belgische Blauhelmsoldaten stationiert sind. Vater Christopher, der langjährige Leiter
der Schule, und der junge Lehrer Joe Connor versuchen den verzweifelten Menschen,
darunter auch die ruandische Schülerin Marie, zu helfen. Als französische Hilfstruppen
nur die Ausländer evakuieren und die Blauhelmsoldaten schließlich auf Befehl abrücken,
müssen sich Joe und Vater Christopher entscheiden, ob sie mitgehen oder bei den
Zurückgelassenen bleiben wollen.... - "Shooting Dogs" beruht auf wahren Ereignissen.
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Goodbye Bafana (2007)
Goodbye Bafana. Deutschland/Belgien/Frankreich/Südafrika/Italien/Großbritannien
2006. Regie: Bille August. Drehbuch: Greg Latter, Bille August. Kamera: Robert Fraisse.
Schnitt: Hervé Schneid. Musik: Dario Marinelli, Johnny Clegg. Darsteller: Joseph Fiennes
(James Gregory), Dennis Haysbert (Nelson Mandela), Diane Krüger (Gloria Gregory), Patrick
Lyster (Maj PieterJordaan), Faith Ndukwana (Winnie Mandela), Terry Pheto (Zindzi Mandela),
Lesley Mongezi (Walter Sisulu). FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Südafrika 1968. Der junge Gefängniswärter James Gregory wird mit seiner Familie auf die
Gefängnisinsel Robben Island versetzt, auf der die politischen Häftlinge des Apartheid-Regimes
inhaftiert sind. Unter ihnen befindet sich auch Nelson Mandela. Für den weißen Afrikaner Gregory
und seine ehrgeizige Frau Gloria sind alle Schwarzen "Untermenschen" und die Anführer der schwarzen
Widerstandsbewegung sind nicht nur Verbrecher, sie sind Terroristen. Als Gregory mit Mandelas
Überwachung beauftragt wird, verändert dies sein Leben - jedoch anders als gedacht. Was als
Karrieresprungbrett geplant war, wird zum Beginn einer inneren Wandlung. Bald schon müssen
die beiden völlig unterschiedlichen Männer erkennen, dass sie in Wahrheit mehr miteinander
verbindet als sie voneinander trennt. Gregory wird sich zunehmend der Ungerechtigkeit und
Unmenschlichkeit der Apartheidpolitik bewusst und lernt seinen Rassismus zu überwinden.
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K & C 01/2007: World Trade Center
World Trade Center. USA 2006. Regie: Oliver Stone. Drehbuch: Andrea Berloff. Kamera: Seamus McGarvey.
Schnitt: David Brenner, Julie Monroe. Musik: Craig Armstrong. Darsteller:
Nicolas Cage (John McLoughlin), Maggie Gyllenhaal (Allison Jimeno), Maria
Bello (Donna McLoughlin), Michael Peña (Will Jimeno), Jay Hernandez
(Dominick Pezzulo), Steffen Dorff (Scott Strauss), Armando Riesco (Antonio
Rodrigues). Prädikat: besonders wertvoll. FSK: ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung:
ab 14 Jahren.
Ein ungewöhnlich schöner Herbstmorgen in New York. Langsam erwachen die
Menschen und mit ihnen die Stadt. Sie strömen downtown nach Manhattan zur
Arbeit. Unter ihnen die beiden Polizisten John McLoughlin und Will Jimeno
vom Port Authority Police Department (PAPD), der New Yorker Hafenpolizei.
Aus der Skyline ragen die beiden Türme des World Trade Center in den
wolkenlosen Himmel. Alles spricht dafür, dass dieser 11. September des
Jahres 2001 ein ganz normaler Tag werden wird. Doch kurze Zeit später steht
eine Gruppe Freiwilliger der PAPD am Fuße des brennenden World Trade Center.
Es herrscht völliges Chaos. Sergeant McLoughlin soll mit seinen Männern bei
der Evakuierung des Südturmes helfen, in den ein Flugzeug gerast ist. Doch
kaum haben sie den Gebäudekomplex betreten, stürzt der erste Tower in sich
zusammen. Die Helfer werden unter den Trümmern begraben. Wie durch ein
Wunder bleiben zwei Männer am Leben. Schwer verletzt und eingeklemmt warten
McLoughlin und Jimeno in völliger Dunkelheit auf Hilfe. Draußen hoffen ihre
Familien auf ein Lebenszeichen. Unsicherheit und Angst bringen ihre
Ehefrauen schier zur Verzweiflung. Doch sie geben die Hoffnung nicht auf.
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K & C 09/2006: Goyas Geister
Goyas Geister (Goyas´s Ghosts). Spanien/USA/Frankreich 2006. Regie: Milos Forman. Drehbuch: Milos Forman, Jean-Claude Carrière. Kamera:
Javier Aguirresarobe. Ausstattung: Patrizia von Brandenstein. Kostüme:
Yvonne Blake. Musik: Varhan Bauer. Darsteller/innen: Javier Bardem
(Lorenzo), Natalie Portman (Inés Bilbatua/Alicia), Stellan Skarsgård
(Francisco de Goya), Randy Quaid (König Carlos IV.), Michael Lonsdale
(Großinquisitor) u. a. Länge: 114 Min. Start: 23.11.06 (D). Verleih: Tobis
Film. FSK: ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Spanien, 1792. Inés, ein Modell des berühmten Hofmalers Francisco Goya, wird
von der Inquisition zu Unrecht der Ketzerei beschuldigt. Unter der Folter
gesteht sie, Jüdin zu sein. Ihr Vater bittet Goya um Hilfe, da der Künstler
Pater Lorenzo, einen Vertreter der Inquisition, kennt. Lorenzo wendet die
Todesstrafe ab, gerät jedoch selber in Ungnade und muss fliehen. 15 Jahre
später - Napoleons Streitkräfte sind inzwischen in Spanien einmarschiert -
kommt Inés schließlich aus dem Kerker frei. Auch Lorenzo kehrt zurück, jetzt
allerdings als glühender Verfechter der Revolutionsideale und Ankläger der
alten spanischen Ordnung. Es kommt zum verhängnisvollen Wiedersehen zwischen
Goya, Lorenzo und Inés...
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K & C 08/2006: Die Jahreszeit des Glücks
Die Jahreszeit des Glücks (Stéstí). Tschechien/Deutschland 2005. Regie und Buch: Bohdan Sláma. Kamera: Dívís Marek. Schnitt: Jan Danhel.
Musik: Leonid Soybelman. Darsteller: Tatiana Wilhelmová (Monika), Pavel
Liska (Toník), Anna Geislerová (Dása), Marek Daniel (Jára), Bolek Polívka
(Herr Soucek), Simona Stasová (Frau Soucek), Martin Huba (Toníks Vater),
Anna Kocisová (Toníks Mutter), Zuzana Kronerová (Tante). Kinostart: 20.
April 2006. Verleih: Neue Visionen Filmverleih. FSK: ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 16 Jahren.
Irgendwo in Tschechien zwischen Plattenbau, Fabrik und Brachlandschaft. Hier
leben Monika, Toník, Dása und Jára. Toník ist in Monika verliebt, Monika ist
aber mit Jára verlobt. Am Flughafen verabschieden sich die drei voneinander,
denn Jára geht nach Amerika, um dort zu arbeiten. Später will er Monika
nachholen. Für die Zurückgebliebenen beginnt eine Zeit der Veränderungen.
Die allein erziehende Dása, die sich in ihrer Beziehung zu einem
verheirateten Mann aufreibt, verliert immer mehr die Kontrolle über ihr
Leben. Als sie schließlich in die geschlossene Psychiatrie kommt, nehmen
sich Monika und Toník der beiden Kinder an. Auf dem abbruchreifen Bauernhof
von Toníks Tante bahnt sich für Toník und Monika eine glückliche Zeit an.
Doch das Familienidyll ist nur von kurzer Dauer. Auf einmal steht Dása vor
der Tür und will ihre Kinder zurück.
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K & C 07/2006: Gottes vergessene Kinder
Gottes vergessene Kinder (Children of a Lesser God). USA 1986. Regie: Randa Haines. Drehbuch: Hesper Anderson, Mark Medoff. Musik: Michael
Convertino. Kamera: John Seale. Schnitt: Lisa Fruchtman. Darsteller: William
Hurt (James Leeds), Marlee Matlin (Sarah Norman) u.a. Länge: 114 Min. FSK:
Freigegeben ab 12 Jahren. FBW: wertvoll. IKF-Empfehlung: ab Klasse 8.
James Leeds ist Lehrer und seine Schüler sind gehörlose Kinder. Er "spricht"
ihre (Gebärden-) Sprache fließend und bringt ihnen mit unkonventionellen
Methoden die gesprochene Sprache bei. Für Gehörlose bedeutet das hörbare
Sprechen eine große Überwindung und Anstrengung. Doch seinem
leidenschaftlichen Einsatz können sich auch die Schüler an seiner neuen
Schule kaum entziehen. Hier begegnet James der 25-jährigen Sarah Norman, die
niemals Sprechen gelernt hat. Sein beruflicher Ehrgeiz ist schnell geweckt,
doch bei dem Versuch ihr zu helfen, trifft er auf unerwartet heftigen
Widerstand. James verliebt sich in die schöne Sarah, die ein schreckliches
Geheimnis hat.
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K & C 06/2006: Wer früher stirbt ist länger tot
Wer früher stirbt ist länger tot. Deutschland 2006. Produktion: Roxy Film in
Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk. Regie: Marcus H. Rosenmüller. Drehbuch:
Marcus H. Rosenmüller und Christian Lerch. Kamera: Stefan Biebl. Musik: Gerd Baumann.
Darsteller: Markus Krojer (Sebastian Schneider), Fritz Karl (Lorenz Schneider), Franz Xaver
Brückner (Franz Schneider), Jule Ronstedt (Veronika Dorstreiter), Jürgen Tonkel
(Alfred Dorstreiter), Saskia Vester (Frau Kramer) u. a. Länge: 105 Min. Verleih:
Movienet Film. FSK: Freigegeben ab 6 Jahren. IKF-Empfehlung: ab Klasse 7.
Dem elfjährigen Lausbuben Sebastian wird von seinem älteren Bruder Franz im
Streit vorgeworfen, am Tod der Mutter schuld zu sein, die bei Sebastians
Geburt gestorben ist. Franz droht ihm damit, dass Menschen, die in ihrem
Leben großes Unheil anrichten, nach ihrem Tod vor das Jüngste Gericht und
dann ins Fegefeuer kommen. Um dieser Strafe zu entgehen, versucht Sebastian
herauszufinden, wie er unsterblich werden kann. Als er merkt, dass das gar
nicht so einfach ist, beschließt er, für seinen Vater Lorenz eine neue Frau
zu finden, um seine vermeintliche Schuld wieder gutzumachen. Doch welche
Frau ist die richtige? - Der beim Filmfest München 2006 mit dem Preis für
die beste Regie ausgezeichnete Debütfilm in bayerischer Mundart versteht es,
ein ernstes Thema auf unterhaltsame und humorvolle Weise umzusetzen.
Der Film ist im
IKF-Medien-Shop als DVD zur privaten Nutzung erhältlich.
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K & C 05/2006: Kiriku und die wilden Tiere
Kiriku und die wilden Tiere (Kirikou et les bêtes sauvages). Animationsfilm (2D-Zeichentrick). Frankreich 2005. Produktion: Les Armateurs/Gebeka Films/France 3
Cinéma/Studio O. Regie: Michel Ocelot und Bénédicte Galup. Drehbuch: Michel Ocelot, Bénédicte Galup, Philippe Andrieux und Marie Locatelli.
Originalmusik: Youssou N´Dour, Manu Dibango, Rokia Traoré. Länge: 75 Min. FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung (beantragt). IKF-Empfehlung: Grundschule.
Ein alter Mann sitzt in einer Höhle und erzählt von den Abenteuern des kleinen
Jungen Kiriku in Afrika. Ob im Kampf gegen ein Ungeheuer, das die Menschen in seinem Dorf
bedroht oder bei der Frage, wie man am besten die Wasserversorgung für die Landwirtschaft
gewährleisten kann - Kiriku ist zwar klein, aber er ist ein pfiffiger und tapferer Held.
Doch nicht nur das Leben in seinem Dorf ist ein Abenteuer. Auf einer Reise durch die Wüste
und den Dschungel entdeckt Kiriku die Schönheiten Afrikas und begegnet den wilden Tieren,
die auf dem Kontinent zu Hause sind. Aber sein größtes Abenteuer führt ihn zu
der bösen Zauberin Karaba. Nur sie besitzt das Gegenmittel, das seine Mutter und die Frauen
im Dorf, die unwissend ein giftiges Getränk zu sich genommen haben, vor dem drohenden Tod
retten kann. Doch Karaba ist nicht nur böse, sondern auch sehr gefährlich...
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K & C 04/2006: Station Agent
Station Agent (The Station Agent). USA 2003. Regie und Buch: Tom McCarthy. Kamera: Oliver Bokelberg. Schnitt: Tom
McArdle. Originalmusik: Stephen Trask. Darsteller: Peter Dinklage (Finbar
McBride), Patricia Clarkson (Olivia Harris), Bobby Cannavale (Joe Oramas),
Michelle Williams (Emily), Raven Goodwin (Cleo), Paul Benjamin (Henry
Styles) u. a. Länge: 88 Min. FSK: ohne Altersbeschränkung. IKF-Empfehlung:
ab Klasse 8. - "Station Agent" ist als DVD in der Reihe "Fine Films" bei
Paramount erschienen. Die neue Reihe "Fine Films" widmet sich dem
außergewöhnlichen Kino abseits des Mainstream.
Finbar, genannt Fin, hat am liebsten seine Ruhe. Ihn interessieren Züge mehr
als Menschen und das aus gutem Grund: Obwohl Mitte dreißig ist Fin nur ca.
1,30 m klein und wird von den "Großen" entweder angestarrt oder übersehen.
Sein einziger Freund ist der alte Henry, in dessen Laden für
Modelleisenbahnen er arbeitet. Als Henry stirbt, hinterlässt er Fin ein
altes Eisenbahndepot in Newfoundland, New Jersey. Von der Aussicht auf
völlige Einsamkeit angelockt, macht sich Fin auf den Weg. Das
Bahnwärterhäuschen liegt an einer noch befahrenen Bahnstrecke, umgeben von
ausrangierten Eisenbahnwaggons. Ein perfekter Platz für Fin. Doch der
Schein trügt. In dieser einsamen Gegend gibt es einige Menschen, die mit
erstaunlicher Hartnäckigkeit in Fins Leben drängen. Langsam entwickelt sich
eine Freundschaft zwischen dem Hotdog-Verkäufer Joe, Olivia, die den Tod
ihres Sohnes nicht verkraftet, und Fin. Doch je mehr sie sich für einander
öffnen, desto verletzlicher werden sie. Schließlich wird die zarte Freundschaft
auf eine harte Probe gestellt...
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K & C 03/2006: Holy Lola
Holy Lola. Frankreich 2004. 128 Min. Regie: Bertrand Tavernier. Drehbuch: Tiffany Tavernier, Dominique
Sampiero unter Mitwirkung von Bertrand Tavernier. Kamera: Alain Choquar.
Schnitt: Sophie Brunet. Ton: Dominique Levert, Elisabeth
Paquotte, Gérard Lamps. Musik: Henri Texier. Darsteller: Jacques Gamblin,
Isabelle Carré, Bruno Putzulu, Maria Pitarresi, Philippe Said, Anne Loiret,
Lara Guirao, Jean-Yves Roan, Laurence Lasheb, Frédéric Pierrot, Somany Na,
Gilles Gaston-Dreyfus, Pridi Phath, Sothea Tran u. a. Länge: 128 Min.
DVD-Start: 18. Mai 2006. Anbieter: Paramount (Fine Films). FSK: ohne
Altersbeschränkung. IKF-Empfehlung: ab Klasse 11.
Geraldine und Pierre stehen auf dem Flughafen von Phnom Penh, der Hauptstadt
von Kambodscha. Sie sind gekommen, um ein Kind zu adoptieren. Mit dem
Monsunregen haben sie gerechnet, nicht aber mit den Schwierigkeiten, die sie
erwarten. Obwohl alle Adoptionspapiere in Ordnung sind, folgt eine
Enttäuschung auf die nächste. Botschaft, Behörden, Waisenhäuser,
alle scheinen sich gegen das Paar verschworen zu haben. Die
beiden sind jedoch mit ihren Problemen nicht allein. Anderen Paaren ergeht
es ebenso. Anspannung und Frustration, Angst, Aggression, Streitereien und
eine handfeste Beziehungskrise sind die Folgen. Während die Hoffnungen auf
eine erfolgreiche Adoption immer weiter schwinden, lernen Geraldine und
Pierre das exotische Land mit all seinen Widersprüchen und Problemen kennen.
Als sie endlich das ersehnte Kind in ihre Arme schließen können, ist die
Tour de force noch lange nicht zu Ende. Mit dem Warten auf die richtige
Unterschrift beginnt erst der lange Weg durch die Bürokratie des fernen
Königreichs.
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K & C 02/2006: Sabah - Eine Liebesgeschichte
Sabah - Eine Liebesgeschichte (Sabah - A Love Story). Kanada 2005. Regie und Drehbuch: Ruba Nadda. Kamera: Luc Montpellier. Schnitt: Teresa
Hannigan. Musik: Geoff Bennett, Longo Hai, Ben Johannesen. Darsteller:
Arsinée Khanjian, Setta Keshishian, Roula Said, Fadia Nadda, Jeff Seymour,
Kathryn Winslow, Shawn Doyle, David Alpay u. a. Länge: 90 Min. Kinostart: 4.
Mai 2006. Verleih: Alamode Filmverleih. Länge: 90 Min. FSK: ohne
Altersbeschränkung. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Sabah ist Muslimin und lebt in Toronto (Kanada). Sie ist allein stehend,
lebt bei der kränklichen Mutter und ist immer für ihre Familie da, für ihre
Schwester Shaheera und deren Tochter Souhaire, ihren Bruder Majid und dessen
Frau Amal. Als sie an ihrem vierzigsten Geburtstag ein Foto geschenkt
bekommt, auf dem sie als kleines Mädchen mit ihrem mittlerweile verstorbenen
Vater beim Baden im Meer zu sehen ist, verändert das ihr Leben. Sabah kauft
sich heimlich einen Badeanzug und geht ins Schwimmbad. Dort lernt sie den
Schreiner Stephen kennen. Zum ersten Mal in ihrem Leben ist sie verliebt.
Doch Stephen ist kein Muslim. Sabahs Familie darf nichts von ihm wissen. Vor
allem ihr Bruder würde eine solche Beziehung nicht tolerieren. So bleiben
die Treffen mit Stephen heimlich und ihr Haar bedeckt, auch wenn das
Kopftuch mehr und mehr zurückrutscht und langsam das Haar freigibt. Obwohl
tolerant und rücksichtsvoll, möchte Stephen eine Entscheidung. Als Sabah
eine Nacht von zu Hause fortbleibt, stellt ihr Bruder sie vor der
versammelten Familie zur Rede. Die Situation eskaliert, doch mit
unerwarteten Folgen. An Sabahs einundvierzigstem Geburtstag kommt die
Familie wieder zusammen...
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K & C 01/2006: Geh und lebe
Geh und lebe (Va, vis et deviens). Frankreich 2004. Regie und Buch: Radu Mihaileanu.
Kamera: Rémy Chevrin. Musik: Armand Amar. Darsteller: Moshe Agazei (Schlomo als Kind),
Moshe Abebe (Schlomo als Jugendlicher), Sirak M. Sabahat (Schlomo als Erwachsener), Roni Hadar
(Sarah), Yaël Abecassis (Yaël), Roschdy Zem (Yoram), Yitzhak Edgar (Qès Amhra), Rami
Danon (Großvater) u .a. Länge: 144 Min. Kinostart (D): 6. April2006. Verleih:
Delphi Film. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab Klasse 8.
Mitte der 80er Jahre: Eine Christin aus Äthiopien lebt mit ihrem
neunjährigen Sohn in einem Flüchtlingslager im Sudan. Als die äthiopischen
Juden im Lager die Möglichkeit erhalten, nach Israel auszureisen, gibt sie
ihren Sohn als Juden aus und schickt ihn mit den Worten "Geh, lebe und
werde!" fort. Mit Hilfe der Jüdin Hana, die den Jungen als ihren Sohn
ausgibt, gelingt die Flucht nach Israel. Doch Hana stirbt kurz nach der
Ankunft und der Junge, der nun Schlomo heißt, kommt in ein Internat. Als er
von einem israelischen Ehepaar adoptiert wird, scheint alles gut zu werden.
Doch er darf niemandem von seinem Geheimnis erzählen...
Der Film ist im IKF-Medien-Shop
als DVD (mit V+Ö-Recht) erhältlich.
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K & C 12/2005: Oliver Twist
Oliver Twist. Frankreich 2005. Regie: Roman Polanski. Drehbuch: Ronald Harwood. Kamera:
Pawel Edelman. Produktionsdesign: Allan Starski. Kostüme: Anna Sheppard.
Musik: Rachel Porter. Darsteller: Barney Clark (Oliver Twist), Ben Kingsley
(Fagin), Jamie Foreman (Bill Sykes), Harry Eden (Dodger), Leanne Rowe
(Nancy), Edward Hardwicke (Mr. Brownlow) u. a. Länge: 128 Min. Kinostart:
22.12.2005. Verleih: Tobis Film. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren.
IKF-Empfehlung: ab Klasse 7.
England im 19. Jahrhundert: Das neunjährige Waisenkind Oliver Twist flieht
vor Armut und Misshandlung im Arbeitshaus nach London. Dort findet Oliver
mit Hilfe des Jungen Jack Dawkins, der sich selbst "The Artful Dodger"
nennt, Unterschlupf bei einer Bande jugendlicher Diebe, die für den alten
Fagin und den brutalen Bill Sykes arbeiten. Er wird von Fagin in die Kunst
des Taschendiebstahls eingeführt. Als der Junge zum ersten Mal bei einem
Diebstahl Schmiere stehen soll, wird er verhaftet. Doch der Geschädigte, Mr.
Brownlow, entlastet Oliver vor Gericht und nimmt ihn aus Mitleid bei sich
auf. Aus Sorge, dass Oliver die Bande an die Polizei verraten könnte, wird
er von Sykes und dessen Geliebter Nancy entführt und gefangen gehalten.
Sykes zwingt den Jungen, ihm und seinem Spießgesellen bei einem Einbruch in
Mr. Brownlows Haus zu helfen. Dabei werden sie von Mr. Brownlow überrascht,
der Oliver versehentlich anschießt. Der Junge wird im Versteck der Bande von
Fagin gepflegt, Sykes plant, ihn zu töten. Nancy beschließt, Oliver zu
helfen und spricht heimlich mit Mr. Brownlow. Wird es gelingen, Oliver zu retten?
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K & C 11/2005: Winterkinder - Die schweigende Generation
Winterkinder - Die schweigende Generation. Dokumentarfilm. Deutschland 2005.
Regie und Buch: Jens Schanze. Musik: Erik Satie, Gnossienne Nr. 1. Mitwirkende:
Jens Schanze, Antonie Schanze, Horst Schanze, Kerstin Schanze,
Bärbel Schanze, Annette Schanze, Andrea Schanze, Edith Lehmann, Janina
Zalas. Länge: 99 Min. Kinostart: 08.12.2005. Verleih: Tiberius Film. FSK:
ohne Altersbeschränkung.
Nach einer Umfrage von 2002 glauben etwa 50 Prozent der Deutschen, dass ihre
Vorfahren zwischen 1933 und 1945 dem Hitler-Faschismus kritisch
gegenüberstanden. In den meisten Familien wurde das Thema
Nationalsozialismus und eine etwaige NS-Anhängerschaft einzelner
Familienmitglieder nach dem 2. Weltkrieg totgeschwiegen. Jens Schanze, der
Regisseur von "Winterkinder - Die schweigende Generation", beschließt die
Geschichte seines 1954 verstorbenen Großvaters während der Nazi-Herrschaft
zu recherchieren. Er interviewt seine Eltern, seine vier Schwestern, eine
Jugendfreundin der Mutter und eine Polin, die in der
ehemaligen Wohnung der Familie in Niederschlesien lebt. Die fünf Enkel haben
sich alle aus Erzählungen der Verwandten ein Bild von ihrem Opa gemacht,
diesen aber nie kennen gelernt. Im Zentrum des Films steht die
siebzigjährige Mutter, die ihren Vater innig geliebt hat und fest davon
überzeugt ist, dass er ein herzensgutes Familienoberhaupt war. Wenn ihre
Kinder Fragen über die Vergangenheit ihres Großvaters stellten, blockte sie
diese meist ab. Jens Schanze begleitet seine Mutter, die selbst noch kurze
Zeit Mitglied der Hitler-Jugend war, u. a. nach Dresden zu einer ihrer
Freundinnen aus Kindertagen und ins niederschlesische Neurode (heute
polnisch Nowa Ruda), wo ihre Familie von 1939 bis 1945 lebte. Auf diese
Weise versucht er, sich der Geschichte seines Großvaters anzunähern. Es
stellt sich heraus, dass der Bergbauingenieur bis zuletzt ein überzeugter
Nazi-Funktionär war, der sich auch als Stadtrat und Redner für die NSDAP
betätigte. Ob er an der Ermordung von Juden - im Konzentrationslager
Groß-Rosen in der Nähe des niederschlesischen Wohnortes - beteiligt war,
bleibt offen. Im Fokus der Darstellung steht die Frage, was sich verändert,
wenn eine Familie ergründet, welches Verhältnis die Vorfahren während des
"Dritten Reiches" zum Nationalsozialismus hatten. Am Ende des Films scheinen
die Familienmitglieder sich näher gekommen zu sein. Jahrzehntelang
Tabuisiertes wurde ausgesprochen.
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K & C 10/2005: Polly Blue Eyes
Polly Blue Eyes. Regie: Tomy Wigand. Drehbuch: Karin Laudenbach, Martin Rosefeldt, nach dem
Drehbuch "Die kleine Schwester" von Boris Naujoks in der Überarbeitung von
Martin Rauhaus. Kamera: Gernot Roll. Schnitt: Christian Nauheimer. Musik:
MONOBEAT Wolfgang Glum, Warner Poland. Songs: SUPERSTRING MUSIC Carolin
Heiß, Marc Sidney Muller. Darsteller:
Susanne Bormann (Polly), Matthias Schweighöfer (Ronny), Meret Becker
(Maria), Ulrich Noethen (Herbert), Maxi Warwel (Susanne), Sebastian Ströbel
(Sebastian) u. a. Länge: 101 Min. Kinostart: 03.11.2005. Verleih: NFP
marketing & distribution (Vertrieb: Central Film). FSK: Freigegeben ab 12 Jahren.
Polly ist blauäugig, aber sie weiß genau, was sie will: einen Job, eine
Wohnung und sich verlieben. Voller Eifer macht sie sich daran, ihren Traum
in die Tat umzusetzen. Und sie hat Erfolg. Aber das neue Lebensglück mit
Traumfreund Stefan und der Traumjob als Angestellte einer weltbekannten
Fastfood-Kette ist von Anfang an in Gefahr. Pollys Vergangenheit belastet
ihr neues Leben: Da ist die zweijährige Gefängnisstrafe, die sie gerade
abgesessen hat. Da ist das Versprechen an ihre ehemalige Zellengenossin Jale
, deren Ex-Lover Sascha zu suchen. Da sind ihre alten Kumpels, die schon auf
dem Gefängnisparkplatz auf sie warten. Und da ist ihre kleinkriminelle
Familie, von der sie sich nicht lösen kann. Das alles würde Polly in den
Griff bekommen, wäre da nicht noch ein weiteres Problem: Ronny. Es entbrennt
ein skurriler Kampf zwischen ihr und dem lasziven Draufgänger, dessen
Verlauf für mehr als eine Überraschung gut ist.
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K & C 09/2005: Schattenväter
Schattenväter. Deutschland 2005. Regie und Drehbuch: Doris Metz. Kamera: Sophie Maintigneux. Schnitt: Gaby
Kull-Neujahr. Ton: Csaba Kulcsar. Musik: Markus Stockhausen. Mitwirkende:
Matthias Brandt und Pierre Boom/Guillaume. Länge: 93 Min. FSK: Freigabe ohne
Altersbeschränkung beantragt. IKF-Empfehlung: ab Klasse 10.
Mai 1974: Regierungskrise und Rücktritt des Bundeskanzlers Willy Brandt
werden durch die Enttarnung des DDR-Spions Günter Guillaume ausgelöst, einem
der persönlichen Referenten Brandts. Dieses Ereignis bildet den historischen
Hintergrund des Dokumentarfilms "Schattenväter". Im Vordergrund stehen aber
nicht die beiden politischen Protagonisten der Affäre, sondern ihre Söhne
Matthias Brandt und Pierre Boom (Pierre Guillaume, der seinen Namen bei der
Ausreise aus der DDR auf
Veranlassung des Ministeriums für Staatssicherheit änderte musste). Im
Interview setzt sich jeder der Söhne intensiv mit der Persönlichkeit seines
Vaters auseinander. Sie schildern ihre persönlichen Erinnerungen, sodass
individuelle Geschichten hinter der "offiziellen" Geschichte sichtbar
werden. Ihre Perspektive ist subjektiv, enthält persönliche Wertungen,
manchmal ist sie sogar zornig. Die große Wirkung der Väter auf das Leben der
Söhne, aber auch die Unnahbarkeit dieser Männer wird deutlich.
Der Film ist im IKF-Medien-Shop
als DVD erhältlich.
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K & C 08/2005: Mad Hot Ballroom
Mad Hot Ballroom. Dokumentarfilm. USA 2005. Regie: Marilyn Agrelo. Buch: Amy Sewell.
Kamera: Claudia Raschke-Robinson. Schnitt: Sabine Krayenbuhl. Musik: Steven Lutvak und Joseph
Baker. Mitwirkende: Lehrer und Schüler der Public Schools 112 (Bensonhurst,
Brooklyn), 115 (Washington Heights, Uptown Manhattan) und 150 (Tribeca, Downtown Manhattan)
aus New York City sowie Tanzlehrer des American Ballroom Theater. Länge: 104 Min.
FSK: Freigabe ab 6 Jahren beantragt. IKF-Empfehlung: ab Klasse 5.
Seit 1994 findet in New York City das Tanzprojekt "Dancing Classrooms" des
American Ballroom Theater statt. In einem zehnwöchigen Kurs lernen Schüler
der vierten, fünften und sechsten Klasse verschiedene Tänze. Der
Dokumentarfilm begleitet im Jahr 2004 drei Grundschulen (public bzw.
elementary schools) aus Manhattan und Brooklyn und porträtiert die
teilnehmenden Schüler und Lehrer. Wird es einer dieser Schulen gelingen,
beim abschließenden "Colors of the Rainbow Team Match"Stadtwettbewerb zu
gewinnen und denbegehrten Pokal erhalten?
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K & C 07/2005: Das wandelnde Schloss
Das wandelnde Schloss. Animationsfilm. Japan 2005. Regie: Hayao Miyazaki. Drehbuch:
Hayao Miyazaki, nach dem Roman "Sophie im Schloss des Zauberers" von Diana Wynne Jones.
Deutsche Stimmen: Sunnyi Melles (Sophie), Robert Stadlober (Hauro), Gerald Schaale (Calcifer),
Kevin Iannotta (Markl), Barbara Ratthey (Hexe)u.a. Musik: Joe Hisaishi. Länge: 120 Min.
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 10 Jahren.
Sophie arbeitet als Hutmacherin im Laden ihres verstorbenen Vaters. Zufällig
trifft sie den jungen und geheimnisvollen Zauberer Hauro und verliebt sich
in ihn. Durch einen Fluch der eifersüchtigen Hexe aus dem Niemandsland wird
Sophie in eine alte Frau verwandelt. Verzweifelt verlässt Sophie die Stadt.
Mit Hilfe einer verzauberten Vogelscheuche findet sie Unterschlupf im
wandelnden Schloss des Zauberers, das vom Feuerdämon Calcifer angetrieben
wird. Hauro gegenüber, der sie scheinbar nicht wiedererkennt, gibt sich
Sophie als neue Putzfrau aus. Sie entdeckt, dass es sich um ein magisches
Schloss handelt. Als Hauro zum König befohlen wird, um ihm im Krieg gegen
das Nachbarland zu helfen, schickt der Zauberer an seiner Stelle Sophie zum
königlichen Palast. Dort begegnet sie der Hexe aus dem Niemandsland wieder
und erfährt, dass auch die königliche Zauberin Suliman auf der Suche nach
Hauro ist... Wird es Sophie gelingen, hinter das Geheimnis des wandelnden
Schlosses zu kommen und den Fluch zu lösen? - Der Film basiert auf einem
Roman der britischen Schriftstellerin Diana Wynne Jones.
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K & C 06/2005:
L.A. Crash. USA 2004.
Regie: Paul Haggis. Drehbuch: Paul Haggis, Bobby Moresco (Co-Autor). Kamera:
J. Michael Muro. Schnitt: Hughes Winborne. Musik: Mark Isham. Darsteller:
Chris ,Ludacris' Bridges (Anthony), Sandra Bullock (Jean Cabot), Don Cheadle
(Detective Graham Waters), Terrence Dashon Howard (Cameron Thayer), Matt
Dillon (Officer John Ryan), Jennifer Esposito (Ria), Brendan Fraser (Rick
Cabot), Thandie Newton (Christine Thayer), Michael Peña (Daniel), Ryan
Phillippe (Officer Thomas Hansen), Larenz Tate (Peter), Shaun Toub (Farhad)
u.a. Länge: 113 Min. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14
Jahren.
Begegnungen in einer Millionenstadt: Zwei Autodiebe, ein Detective, ein
Bezirksstaatsanwalt, zwei Streifenpolizisten, ein Fernsehregisseur, ein
Schlosser und ein Ladenbesitzer. Sie sind unterschiedlicher Herkunft,
Hautfarbe und gehören verschiedenen gesellschaftlichen Schichten an. Sie
alle sind Amerikaner und sie alle leben in derselben Stadt: Los Angeles,
dort, wo niemand zu Fuß geht - außer auf dem Weg zum Auto. Wer hier
aufeinander trifft, redet nicht mit dem anderen, sondern verschanzt sich
hinter seinen Vorurteilen. Die Nerven liegen bloß in dieser anonymen
Großstadt. Die Menschen sind voller Angst und Wut. Eine gefährliche
Mischung, nicht nur im Straßenverkehr. Die Folgen: Missverständnisse,
Streit, Hass, Gewalt und ein latenter Rassismus bestimmen das Leben in
der zweitgrößten Stadt der USA.
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K & C 05/2005:
The Statement. CDN/GB/F 2003.
Regie: Norman Jewison. Buch: Ronald Harwood, nach der
Romanvorlage von Brian Moore. Kamera: Kevin Jewison. Musik: Normand Corbeil.
Darsteller: Michael Caine (Pierre Brossard), Tilda Swinton (Annemarie Livi),
Jeremy Northam (Oberst Roux), Charlotte Rampling (Nicole) u. a. Länge: 120
Min. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Frankreich 1992. Der alte Brossard wird gejagt: durch provenzalische Dörfer,
von einem Kloster zum anderen, von einem Unterschlupf zum nächsten. Je enger
sich das Netz seiner Verfolger um ihn schließt, desto näher rückt ihm die
Vergangenheit auf den Leib. 1944 war Pierre Brossard Offizier der
französischen Vichy-Miliz. Als er im Dorf Dombey dem Befehl des deutschen
Kommandanten folgte, sieben Juden zur Exekution zu bestimmen, machte er sich
aktiv zum Komplizen der Nationalsozialisten. Mit Unterstützung einer rechten
Gruppierung der katholischen Kirche kann er nach Kriegsende untertauchen.
Fast 50 Jahre lang lebt er anonym und unbehelligt. Doch dann rollt die
ehrgeizige Richterin Annemarie Livi seinen Fall neu auf. Sie ist
entschlossen, Brossard für seine Taten zur Verantwortung zu ziehen.
Gleichzeitig hat eine Gruppe von ehemaligen Angehörigen des Vichy-Regimes
die Jagd auf den potenziell gefährlichen Mitwisser aufgenommen. - Der Film
basiert auf dem Roman "Hetzjagd" des Schriftstellers Brian Moore, in dem er
die authentische Geschichte des Vichy-Offiziers Paul Touvier aufgreift.
Der Film ist im IKF-Medien-Shop
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K & C 04/2005:
Das Lächeln der Tiefseefische. D 2005.
Das Lächeln der Tiefseefische. D 2005. Regie und Buch: Till Endemann. Darsteller:
Jacob Matschenz (Malte), Alice Dwyer (Annika), Adrian Topol (Pavel, Maltes Freund), Victoria
Mayer (Hannah, Maltes Schwester), Benjamin Meyer (Lukas, Hannahs Sohn), Peter Kurth (Dietmar,
Maltes Vater) u. a. Länge: 88 Min. FSK: Freigegeben ab 6 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 12 Jahren.
Der 17jährige Malte lebt allein mit seinem alkoholabhängigen Vater im Seebad
Ahlbeck auf der Ostseeinsel Usedom. Malte hat die Schule abgebrochen und
träumt davon, nach Bestehen der Führerscheinprüfung wegzugehen. Um das
nötige Geld zu verdienen, jobbt er während der
Feriensaison in einem Fischimbiss und schmuggelt mit seinem polnischen
Freund Pavel Zigaretten aus Polen über die Grenze. Als seine Schwester
Hannah, die vor Jahren in den Westen gezogen ist, überraschend mit ihrem
kleinen Sohn Lukas nach Hause zurückkehrt, werden bei Malte Erinnerungen an
den Tod der Mutter und Wut über den damaligen Weggang der Schwester
ausgelöst, die ihn mit dem Vater allein gelassen hat. Die Begegnung mit der
Sommerurlauberin Annika, in die sich Malte verliebt, verändert sein Leben...
Der Film ist im IKF-Medien-Shop
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K & C 03/2005:
Hotel Ruanda (Hotel Rwanda). Südafrika/GB/I 2005.
Regie: Terry George. Buch: Keir Pearson, Terry George. Musik: Andrea Guerra.
Darsteller: Don Cheadle (Paul Rusesabagina), Sophie Okonedo (Tatiana
Rusesabagina), Nick Nolte (Colonel Oliver), Joaquin Phoenix (Jack) u.a.
Länge: 121 Min. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Ruanda, Frühjahr 1994. Paul Rusesabagina ist Manager des Luxushotels "Mille
Collines" in der ruandischen Hauptstadt Kigali. Dort sind auch Colonel
Oliver, der Kommandeur der UN-Friedenstruppe, der ruandische General
Bizimungo und ausländische Journalisten zu Gast, die vom bevorstehenden
Friedensabkommen zwischen der Hutu-Regierung und den Tutsi-Rebellen der
Ruandischen Patriotischen Front (RPF) berichten wollen. Paul selbst ist
Hutu, seine Frau Tatiana ist Tutsi. Paul erfährt von seinem Schwager Thomas,
dass es einen Plan geben soll, die Tutsi zu ermorden, schenkt ihm aber
keinen Glauben. Als der Völkermord Anfang April mit Massakern durch
Hutu-Milizen beginnt, öffnet Rusesabagina das Hotel für seine verängstigten
Nachbarn, später auch für andere Schutzsuchende. Nach außen versucht er, den
Schein eines normalen Hotelbetriebs zu wahren. Die UN-Friedenstruppe
evakuiert zwar die ausländischen Gäste, die Lage für die Zurückgebliebenen
wird jedoch immer bedrohlicher. Durch Pauls Anruf beim belgischen
Hotelkonzern, der daraufhin bei einflussreichen französischen Regierung
interveniert, kann ein Blutbad im Hotel in letzter Minute verhindert werden.
Als die Rebellenarmee näher rückt, können die Menschen in einem Konvoi
entkommen. In einem Flüchtlingslager finden Paul und Tatiana die beiden
vermissten Töchter von Pauls Schwagers wieder. Zusammen mit vielen anderen
Flüchtlingen verlassen sie das Land. - Der Film beruht auf wahren
Begebenheiten.
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K & C 02/2005:
Das Meer in mir (Mar Adentro). Spanien 2004.
Regie: Alejandro Amenábar. Buch: Alejandro Amenábar, Mateo Gil. Kamera:
Javier Aguirresarobe. Darsteller: Javier Bardem (Ramón Sampedro), Belén
Rueda (Julia), Lola Duenãs (Rosa), Mabel Rivera (Manuela) u.a. Länge: 125
Min. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Im Alter von 25 Jahren verunglückt Ramón Sampedro bei einem Sprung von einer
Klippe ins Meer. Seitdem ist er querschnittsgelähmt und kann nur noch seinen
Kopf bewegen. Tagein, tagaus liegt der mittlerweile 52-Jährige in seinem
Bett im Hause der Familie seines Bruders. Ramón trägt noch immer ein
Strahlen in den Augen, flirtet mit den Frauen, schreibt Gedichte. Und
dennoch ist sein innigster Wunsch der Tod. Doch dieser lässt sich nicht
erfüllen: Bruder und Vater finden ihn verwerflich, Neffe und Schwägerin
wollen sich nicht damit abfinden, die Justiz schließlich lehnt seine Bitte
um legalisierte aktive Sterbehilfe ab. In dieser Situation lernt er Julia
kennen, selbst unheilbar erkrankte Anwältin, die für eine Organisation, die
Ramóns Ziele teilt, den Fall übernehmen will. Ramón verliebt sich in die
verheiratete Julia, sieht er doch in ihr eine Seelenverwandte. Auch Julia
bringt es nicht übers Herz, Ramón den Tod zu ermöglichen. Nachdem die
Prozesse endgültig gescheitert sind, lässt sich Ramón ins Haus seiner
Freundin Rosa bringen. Rosa ist es schließlich, die Ramón in Wasser gelöstes
Zyankali gibt. Ramón stirbt qualvoll allein vor laufender Kamera - damit
seine Helfer nicht juristisch belangt werden können. - "Das Meer in mir"
beruht auf einer wahren Begebenheit.
Der Film ist im IKF-Medien-Shop
als DVD erhältlich.
Download der PDF-Datei für IKF-Fördermitglieder im Mitgliederbereich
K & C 01/2005:
Rhythm is it! D 2004.
Regie und Buch: Thomas Grube, Enrique Sánchez Lansch. Musik:
Score-Komponist: Karim Sebastian Elias, Igor Strawinsky, Wickeds
(Hip-Hop-Song "Versteck dich nicht"). Mitwirkende: Sir Simon Rattle und die
Berliner Philharmoniker, Royston Maldoom, Susannah Broughton, Volker
Eisenach, Martin Eisentraut, Olayinka Shitu, Marie Theinert sowie 239 Kinder
und Jugendliche aus vier Berliner Schulen und zwei Tanzstudios. 98 Min. FSK:
Freigegeben ohne Altersbeschränkung. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Royston Maldoom steht kurz vor der Resignation. Die Berliner Schüler/innen,
die seit wenigen Wochen in seinem Workshop tanzen, haben die Essenz seiner
Lehre noch nicht erfasst: Tanz ist Arbeit am Selbst. "The reason I danced
for forty years", sagt er den zappeligen Jugendlichen, "is because I enjoyed
the seriousness of dance." Doch woher sollen die Kinder und Jugendlichen so
etwas wissen? Eben noch glaubten sie, mit der Teilnahme am groß angelegten
Education-Projekt Zukunft@BPhil der Berliner Philharmoniker ihrem nervigen
Schulalltag entkommen zu sein, da finden sie sich vor einem Choreografen
wieder, der ihnen unbedingte Disziplin abverlangt, Aufmerksamkeit,
Durchhaltevermögen und Engagement. Es geht um den Einsatz des eigenen
Körpers und darum, dass das Ziel der Gruppe nur unter maximalem eigenen
Energieaufwand erreicht werden kann. "Rhythm is it!" zeigt in bewegender
Weise die Wandlung von 239 unkonzentrierten und albernen Schüler/innen zu
begeisterten Ausdruckstänzern. Sir Simon Rattle, der neue Dirigent der
Philharmoniker hatte die Idee zu diesem Projekt. Aus unterschiedlichen
Berliner Grund- und Hauptschulen wurden Schüler/innen gewonnen, die in der
Mehrzahl bis dahin keinen Kontakt mit klassischer Musik oder Tanz hatten.
Nach sechs Wochen Probezeit geriet die gemeinsame Aufführung von Strawinskys
Le Sacre du Printemps vor 3000 Zuschauern zu einem fulminanten Erfolg.
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K & C 10/2004:
Olga Benario - Ein Leben für die Revolution. D 2004.
Regie und Buch: Galip Iyitanir. Kamera: Ralph Kaechele. Darsteller: Margit
Sartorius, Michael Putschli, Oliver Betke. Länge: 92 Min. FSK: Freigegeben
ab 6 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Die Münchner Jüdin Olga Benario ist noch jung, als sie sich entscheidet, in
die Kommunistische Partei einzutreten. Mit 17 Jahren zieht sie nach Berlin,
um dort eine Führungsfunktion in der Kommunistischen Jugend zu übernehmen.
Gemeinsam mit ihrem Freund Otto Braun arbeitet sie im Untergrund und wird
1926 wegen Vorbereitung zum Hochverrat verhaftet. Nach ihrer Entlassung
befreit sie ihren Mitstreiter Otto in einer spektakulären Aktion aus dem
Moabiter Gefängnis. Daraufhin müssen beide das Land verlassen. In Moskau
finden sie ein neues Zuhause, doch ihre Wege trennen sich hier. Olga Benario
arbeitet für die Komintern (Kommunistische Internationale) und wird oft ins
Ausland geschickt. Schließlich erhält sie den Auftrag, zusammen mit dem
brasilianischen Kommunisten Luiz Carlos Prestes, die Revolution in Brasilien
vorzubereiten und durchzuführen. Olga und Carlos werden ein Paar. Die
Revolution wird in kürzester Zeit niedergeschlagen und Olga verhaftet. 1936
liefert die brasilianische Regierung die hochschwangere Olga an das
nationalsozialistische Deutschland aus. Nach der Geburt ihrer Tochter wird
sie erst nach Lichtenburg, dann nach Ravensbrück deportiert. Sie stirbt 1942
34-jährig in der Gaskammer der "Heil- und Pflegeanstalt" Bernburg.
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K & C 09/2004:
Der letzte Tag des Salvador Allende. D 2004.
Regie: Michael Trabitzsch. Buch: Michael Trabitzsch, Sven Olsson. Kamera:
Bernd Meiners. Mitwirkende: Faride Zeran, Juan Osses, Carlos Jorquera,
Osvaldo Puccio, Isidro Garcia, Isabel Allende u.a. Länge: 80 Min. FSK:
Freigegeben ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
"Nie waren wir so frei, so glücklich wie in diesen drei Jahren. Wir
glaubten, mit unseren Fingerspitzen den Himmel zu berühren." Die
Journalistin Feride Zeran macht mit diesem Bild noch einmal den Enthusiasmus
lebendig, der viele Chilenen in der Regierungszeit Salvador Allendes
ergriff. Mit seiner demokratischen Wahl zum Präsidenten am 4. September 1970
begann in dem lateinamerikanischen Land ein einzigartiges gesellschaftliches
Experiment, der ,Sozialismus in Freiheit'. Michael Trabitzschs
Dokumentarfilm beleuchtet die realpolitischen Umsetzungsversuche dieser
Vision anhand einzelner Etappen der Regierungszeit Allendes. Enge
Mitarbeiter und Freunde des Präsidenten schildern die Ereignisse jeweils aus
ihrer Perspektive, sodass im Verlauf des Films ein differenziertes Bild von
Erfolgen und Rückschlägen dieser kurzen Regierungsperiode entsteht.
Besonders eindrücklich beschreiben die Protagonisten die Tage vor dem Putsch
durch die Armee unter General Pinochet, bei dem Salvador Allende ums Leben
kommt. Gescheitert und gedemütigt müssen seine Mitstreiter als Flüchtlinge
ihre Heimat verlassen, während dort die 14-jährige Ära einer Militärdiktatur
beginnt.
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K & C 08/2004:
Just a Kiss (Ae Fond Kiss). GB/BE/D/I/E 2004.
Regie: Ken Loach. Buch: Paul Laverty. Kamera: Barry Ackroyd. Darsteller:
Atta Yaqub (Casim), Eva Birthistle (Roisin), Ahmad Riaz (Vater), Shabana
Bakhsh (Tahana) u.a. Länge: 103 Min. FSK: Freigeben ab 6 Jahren.
IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Casim ist DJ in Glasgow. Er träumt von seinem eigenen Club, in dem es weder
Kleidervorschriften noch Benimmregeln gibt. "Jeder kommt rein", sagt er,
"Burkas und Strings". Wie mutig diese Vision ist, lässt sich bald ermessen.
Casims Familie gehört zur pakistanischen Gemeinde in Glasgow. Seine Eltern
flüchteten in den späten 1940er Jahren aus der krisengeschüttelten indisch /
pakistanischen Region und leben in Schottland ein traditionsbewusstes Leben.
Sie haben für den einzigen Sohn eine Braut bestimmt, die in Kürze zur
Hochzeit einreisen soll. Casim ist nicht begeistert, fügt sich aber zunächst
den elterlichen Wünschen. Bis er Roisin begegnet, der irischen Musiklehrerin
seiner Schwester Tahara, in die er sich verliebt. Hin und her gerissen
zwischen dem Pflichtgefühl seiner Familie gegenüber und der Sehnsucht nach
einem eigenständigen Leben mit der Frau seines Herzens sagt Casim die
geplante Hochzeit ab und zieht aus dem elterlichen Haus aus. Doch das
Zusammenleben mit Roisin ist nicht einfach. Auch sie bekommt die
Konsequenzen ihrer Entscheidung zu spüren: Sie wird von ihrer konservativen
katholischen Schulbehörde aufgrund ihres Lebenswandels strafversetzt,
während Casims Familie mit allen Mitteln gegen sie ankämpft.
Der Film ist im IKF-Medien-Shop als DVD zur privaten Nutzung erhältlich.
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K & C 07/2004:
Das Geheimnis der Frösche (La prophétie des grenouilles). Frankreich 2003.
Regie: Jacques-Rémy Girerd. Buch: Jacques-Rémy Girerd, Antoine Lanciaux,
Iouri Tcherenkov. Musik: Serge Besset. Orchester: Bulgarisches
Symphonieorchester unter Deyan Pavlov. FSK: Freigegeben ohne
Altersbeschränkung. IKF-Empfehlung: ab 8 Jahren.
Wenn Frösche mit Menschen sprechen, dann muss das, was sie zu sagen haben,
schon sehr wichtig sein. Und so ist es auch. Nach der großen
Generalversammlung im Tümpel unterhalb des Hügels steht für die besorgten
Frösche fest: Eine neue Sintflut wird kommen. Und zwar schon morgen. 40 Tage
fürchterlicher Regen wird die Welt ertränken mit allem, was auf ihr lebt.
"Wir müssen die Menschen warnen", entscheidet das Frosch-Präsidium und
erzählt Tom und Lili von der bevorstehenden Katastrophe. Die beiden Kinder
leben oben auf dem Hügel. Dort bewirtschaften die Eltern Ferdinand und
Juliette ihren Bauernhof. Noch bevor die Kinder ihre Warnung richtig
aussprechen können, verdunkelt sich der Himmel und die Sintflut bricht
herein. Zum Glück hatten Bauer Ferdinand und Tom am Vortag noch einen alten
Traktorreifen aufgepumpt, der das Hügelhaus nun durch die Wellen trägt. Es
dient als Refugium für Menschen und Tiere. Jetzt kommt es darauf an, sich
auf engstem Platz zu arrangieren, das Nötigste miteinander zu teilen und
gemeinsam jeder Widrigkeit entgegenzutreten.
Der Film ist im IKF-Medien-Shop als DVD zur privaten Nutzung erhältlich.
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K & C 06/2004: Evil
Evil (Ondskan). Schweden 2003. Regie: Mikael Håfström. Buch: Hans Gunnarson nach dem autobiografischen
Roman von Jan Guillou. Kamera: Peter Mokrosinski. Darsteller: Andreas
Wilson, Linda Zilliacus, Henrik Lundström, Marie Richardson, Johan Rabeus u.
a. 107 Min. FSK: ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
"Es gibt nur eine Bezeichnung für jemanden wie dich: ein grundschlechter
Mensch. Und zutiefst böse." Diese Worte gibt der Rektor seinem Schüler Erik
Ponti mit auf den Weg, als er ihn im Stockholm der 50er Jahre ohne Abschluss
der Schule verweist. Wieder einmal hatte der 16-Jährige scheinbar grundlos
auf seine Mitschüler eingeprügelt. Dafür soll er nun die Konsequenzen
tragen. Eriks Familie unterstützt ihn wenig. Seiner machtlosen, passiven
Mutter zuliebe erträgt er die demütigenden Schläge des Stiefvaters seit
Jahren wortlos. Aber Erik will kein Verlierer sein, er will eine Zukunft.
Deshalb geht er auf das private Elite-Internat Stjärnsberg. Doch hier
erwartet ihn eine Spirale von Unterdrückung, Machtkämpfen und Gewalt. Der
Neuankömmling gerät in ein etabliertes System von Bestrafungen durch ältere
Schüler, das von der Lehrerschaft geduldet wird. Erik steht vor der
Entscheidung, in alter Weise seine Körperkraft einzusetzen oder den
Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen. Die Freundschaft zu seinem
pazifistischen Zimmergenossen Pierre und die beginnende Liebe zu der
Küchenangestellten Marja geben ihm dabei entscheidende Impulse.
Der Film ist im IKF-Medien-Shop als DVD mit V+Ö-Recht erhältlich.
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K & C 05/2004:
Super Size Me. USA
Regie: Morgan Spurlock. Kamera: Scott Ambrozy. Art Direction/Animation:
Joe the Artist. Original-Musik: Steve Horowitz, Michael Parrish.
Länge: 96 Min. FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Die erste traurige Tatsache ruft uns Morgan Spurlock gleich zu Beginn
des Films entgegen: "Amerika ist die fetteste Nation auf Erden, herzlichen
Glückwunsch!" Aber wie konnte es so weit kommen? Und welche Folgen kann es
haben, wenn 40 % der amerikanischen Bevölkerung übergewichtig ist? In seiner
kurzweiligen Dokumentarsatire fragt der New Yorker Regisseur ebenso nach
Hintergründen wie nach Verantwortlichen für diese desaströse Situation.
Konzerne? Konsumenten? Politik? Doch Spurlock geht noch weiter. In einem
Selbstversuch stellt er sich mutig den Verlockungen des Königs der
Fast-Food-Branche und will herausfinden, ob dessen Kost wirklich
dick und krank macht. 30 Tage lang ernährt er sich ausschließlich
von McDonald's-Produkten. Und zwar 3 mal pro Tag. Sollte er
Super-Sized-Riesenportionen angeboten bekommen, muss er auch
diese restlos vertilgen. Bewegen darf er sich nicht mehr als der
Amerikaner durchschnittlich pro Tag: 5000 Schritte. Ein gefährliches
Unterfangen, wie sich herausstellt. Der Körper des ehemals durchtrainierten
Mannes zeigt bald so extreme Krankheitszeichen, dass seine Ärzte ihn
auffordern, das Experiment abzubrechen.
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K & C 04/2004:
Troja (Troy). USA 2003.
Regie: Wolfgang Petersen. Drehbuch: David Benioff. Kamera: Roger Pratt. Produktionsdesign:
Nigel Phelps. Musik: James Horner. Kostüme: Bob Ringwood.
Darsteller: Brad Pitt (Achilles), Eric Bana Hektor), Orlando Bloom (Paris),
Diane Kruger (Helena), Brian Cox (Agamemnon), Sean Bean (Odysseus),
Brendan Gleeson (Menelaos), Peter O´Toole (Priamos) u. a.
Länge: 162 Min. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Der Film erzählt von der sagenhaften Schlacht um Troja. Auf der einen Seite
steht das große Heer der Griechen, angeführt von dem machtbesessenen König
Agamemnon, mit dem auch Odysseus und der stärkste Krieger seiner Zeit, Achilles,
kämpfen. Auf der anderen Seite steht der Herrscher Trojas, König Priamos,
und seine Söhne, die Prinzen Hektor und Paris. Auslöser dieses Krieges
ist die Liebesbeziehung von Paris, dem Trojaner, und Helena, der schönen
Griechin. Helena ist jedoch bereits mit dem Spartanerkönig Menelaos verheiratet.
Als Paris Helena nach Troja "entführt", bittet Menelaos seinen Bruder
Agamemnon um Hilfe. Agamemnon unterstützt ihn jedoch aus ganz
eigennützigen Gründen. Das Ergebnis ist bekannt: Nach langem Kampf wird Troja
durch eine List erobert.
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K & C 03/2004:
Mein Name ist Bach. Schweiz/Deutschland 2003.
Regie: Dominique de Rivaz. Buch: Dominique de Rivaz, Jean Luc Bourgeois und
Leo Raat. Kamera: Ciro Cappellari. Darsteller:
Vadim Glowna (Johann Sebastian Bach), Jürgen Vogel (Friedrich II. von
Preußen), Anatole Taubmann (Friedemann Bach), Karoline
Herfurth (Prinzessin Amalie) u. a. 99 Min. FSK: Freigegeben ab 6 Jahren.
IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
Kurz vor seinem Umzug in das neu gebaute Potsdamer Schloss Sanssouci 1747
erfährt der 33-jährige preußische König Friedrich II., dass der berühmte
Komponist Johann Sebastian Bach in der Stadt ist. Bach kommt in Begleitung
seines Sohnes Friedemann zur Taufe seines ersten Enkels Adam aus Leipzig
angereist. Sofort wird er von dem sehr gebildeten und musikalisch
talentierten Friedrich II. an den Hof zitiert, an dem Bachs zweiter Sohn
Emanuel als Musikintendant tätig ist. Der junge König weiß die Genialität
des Maestros zu schätzen, verabscheut es jedoch, von ihm künstlerisch in den
Schatten gestellt zu werden. Entschlossen, den alten, erblindenden Bach zu
provozieren, verpflichtet er ihn, eine Fuge für sechs Stimmen auf eine
schwierige, von ihm selbst erdachte Melodie zu improvisieren. Als Bach sich
weigert, entbrennt ein emotionaler Kampf um Konventionen und Macht.
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Hodder rettet die Welt!
Hodder rettet die Welt! (En som Hodder). Dänemark 2003. Regie: Henrik Ruben Genz. Buch: Bo Hr. Hansen nach dem Kinderbuch von Bjarne Reuter. Kamera: Henry Williams.
Darsteller: Frederik Christian Johansen (Hodder), Lars Brygmann (Hodders Vater), Anders Lunden Kjeldsen (Filip), Trine Appel (Lola) u. a. FSK: Freigegeben
ohne Altersbeschränkung. IKF-Empfehlung: ab 8 Jahren.
Das köstliche Innere der Plunderteilchen, die Hodder täglich bei der Bäckerin kauft, hebt er sich für den Abend auf. Dann nämlich
braucht der Neunjährige etwas, das ihn über seine Einsamkeit hinweg tröstet. Hodders Vater arbeitet nachts als Plakatkleber und seine Mutter
ist vor einigen Jahren gestorben. In der Schule gilt der sensible Drittklässler als verträumter Spinner und wird von seinen Klassenkameraden verlacht
und ausgenutzt. Eines Nachts erscheint ihm eine wunderschöne Fee, die ausgerechnet ihn dazu auserkoren hat, die Welt zu retten. Mit Zuversicht macht sich
Hodder an die Arbeit: Er sucht sich erst einmal die kleinste Insel der Welt aus und will in einer selbst geplanten Expedition deren Bewohner retten. Bevor Hodder
sich jedoch in seiner Fantasiereise verlieren könnte, findet er in der Wirklichkeit Freunde, die ihn aus seinem Außenseiter- und seinen Vater aus dessen
Singledasein befreien. Er erkennt: Wer die Welt retten will, fängt am besten bei sich selbst an.
Der Film ist im IKF-Medien-Shop als DVD (zur privaten Nutzung) erhältlich.
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K & C 01/2004:
Osama. Afghanistan/Japan/Irland 2003. Regie: Siddiq Barmak.
Regie, Buch und Schnitt: Siddiq Barmak. Kamera: Ibrahim Ghafuri. Darsteller: Marina Goldbahari (Osama), Zubaida Zaher (Mutter),
Mohmmed Nadre Khwaja (Mullah) u. a. Produktion: Barmak Film Afghanistan/Japan/Irland 2003. 83 Min. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren.
IKF-Empfehlung: ab 14 Jahren.
"Hätte mir Gott doch einen Jungen und kein Mädchen geschenkt!", klagt die Mutter. Weder Mann, Bruder noch Vater hat ihr der Krieg
in Afghanistan gelassen. Unter den Taliban ist Gesetz, dass sich Frauen nur in Begleitung einer männlichen Person in der Öffentlichkeit
bewegen dürfen. Ihrer Arbeit als Ärztin kann die Witwe nicht mehr nachgehen. Doch die Großmutter schneidet der Enkelin die Zöpfe ab.
Fortan muss das Mädchen als Junge mit dem Namen "Osama" für den Unterhalt der Familie sorgen. Als es bei der Arbeit von einem
Taliban aufgegriffen und in ein Ausbildungslager für Korankrieger gebracht wird, beginnt ein Spießrutenlauf durch eine männerdominierte,
religiös-fanatische Welt. Ihr Menstruationsblut verrät sie endgültig, bringt dem Kind Gefängnis und die Verurteilung vor dem Sharia-Gericht
ein: Doch sie wird nicht mit dem Tod bestraft, sondern als 12-jähriges Mädchen mit einem alten Mann, dem Mullah, verheiratet. In der
Hochzeitsnacht schenkt er ihr ein großes, schön gearbeitetes Vorhängeschloss.
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