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Metropolis
D 1925/26, s/w, Regie: Fritz Lang

Stummfilm (nur mit englischen Zwischentiteln)

Die Zukunftsstadt Metropolis ist streng unterteilt in zwei Bezirke: in den kühnen Hochhäusern der oberen Welt wohnen die "Herrenmenschen", in der "unteren Welt", unter der Erde, die Proletariermassen. Sie schaffen den Glanz und Reichtum von Metropolis. Der Industriemagnat Johann Federsen (Alfred Abel) kontrolliert jeden Winkel der Stadt, sein Sohn Freders (Gustav Fröhlich) jedoch solidarisiert sich mit den Arbeitern, nachdem er Maria (Brigitte Helm), eine "Heilige der Unterdrückten" kennen gelernt hat. Maria tritt für eine Befreiung der Arbeiter durch die Allmacht der Liebe und für eine Verständigung mit den Herrschenden ein. Der Unternehmer Federsen wittert die Gefahr und beauftragt einen dämonischen Wissenschaftler einen weiblichen Maschinenmenschen, eine "falsche Maria" zu erschaffen. Diese Roboter-Maria soll die Arbeiter zu einem Aufstand aufwiegeln und damit einen Vorwand für ihre endgültige Unterdrückung liefern. Die Revolte endet in Maschinenstürmerei, führt jedoch zur Versöhnung von Arbeiterklasse und Oberschicht.

Fritz Lang verbindet in seinem Stummfilmepos Motive des deutschen Expressionismus mit technischer Utopie und politischer Spekulation: filmästhetisch ein virtuos durchkomponiertes Licht- und Schattenspiel, das durch Montagerhythmus und architektonische Fantasie fesselt; zeitgeschichtlich ein Kommentar zur Sozialpsychologie in der Weimarer Republik - auch wenn am Ende die gesellschaftlichen Widersprüche mit fragwürdigem Pathos zugedeckt werden.

Mit freundlicher Unterstützung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.

Thema: Automation, Entfremdung, Epoche des Expressionismus
Fächer: Deutsch, Kunst, Geschichte, Musik
Klassen: 11 - 13
Spieldauer: Original 149 Minuten, FSK: ohne Angabe


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