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Das IKF entwickelt Projekte zur Film- und Medienbildung, z.B.
Kino gegen Gewalt (2001)
Das Projekt "Kino gegen Gewalt" war Teil des Aktionsprogramms der Bundesregierung "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen
Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" und wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend gef&ouumlrdert. Zu den drei Aspekten "Geschichten aus der Zeit des Nationalsozialismus", "Von Ausländerfeindlichkeit,
Rassismus und Intoleranz" und "Jugend und Gewalt - Gewaltbereitschaft heute" wurden 24 Filme ausgewählt, die im Rahmen von
Schul- und Abendvorstellungen gezeigt wurden. Bei den Veranstaltungen in über 150 Orten bundesweit beteiligten sich bis Ende
2001 über 64.000 jugendliche und erwachsene Besucher/innen.
Lernort Kino: Bundesweite Schul-Film-Woche (seit 2002)
Vom 4.-8. März 2002 fand in Nordrhein-Westfalen die erste für ein Bundesland organisierte Schul-Film-Woche statt. Das Pilotprojekt
"Lernort Kino" wurde vom IKF in Zusammenarbeit mit der Filmstiftung NRW, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Beauftragten
der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, dem Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des
Landes NRW, dem Medienzentrum Rheinland sowie allen Filmtheaterverbänden und dem Verleiherverband durchgeführt. Das Programm
beinhaltete Filme aus den Kategorien "Literaturverfilmung", "Film in Originalsprache", "Themenbezogene Filme" und "Deutsche Filmklassiker".
Nach dem erfolgreichen Start des Projekts wurde die Schul-Film-Woche 2002 auch in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und
im Saarland veranstaltet. 2003 kamen zu diesen Ländern Berlin, Brandenburg und Rheinland-Pfalz hinzu, 2004 Niedersachsen, Bremen und
Mecklenburg-Vorpommern. Zeitweise organisierte und unterhielt das IKF acht Länderbüros mit über 30 Mitarbeiter/innen gleichzeitig.
Für "Lernort Kino - Schul-Film-Wochen" erhielt das IKF von Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin den Innovationspreis 2002
der Filmförderung. Das IKF hat mittlerweile 31 Schul-Film-Wochen in elf Bundesländern durchgeführt und über 876.000
Schüler/innen und Lehrer/innen erreicht.
Website des Projekts: www.lernort-kino.de
Kino für Toleranz (2002/2003)
"Kino für Toleranz" war das vom IKF entwickelte Nachfolgeprojekt von "Kino gegen Gewalt", bei dem wieder eine Kooperation von
Bildungs- und Kulturbereich und Filmwirtschaft erreicht wurde. Zu den drei Aspekten "Vom Zusammenleben und von Toleranz", "Fremde
Kulturen" und "Lebenswege: Von Migranten und Sesshaften" kam 2003 der Aspekt "Geschichten vom Schlaf der Vernunft - Hass und Feindbilder
und wie sie entstehen" hinzu. Das Programm umfasste insgesamt 18 Filme für alle Altersstufen. Interessierte Kinos und Bildungseinrichtungen
konnten mit den Filmen ihr individuelles Programm zusammenstellen und Kino-Seminare veranstalten, die von Referentinnen und Referenten des IKF
begleitet wurden. Zusammen mit der Vorläufer-Aktion "Kino gegen Gewalt" nahmen seit Juni 2001 weit über 150.000 Besucher/innen die
Möglichkeit wahr, sich mit Themen wie Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zu beschäftigen und durch die Betrachtung der
ausgewählten Filme Einblicke in fremde Kulturen zu erhalten.
Ins Kino zum Nachbarn (2002)
Das Projekt "Ins Kino zum Nachbarn" war Teil der Gemeinschaftsaktion "Mehr Europa - Wir sind dabei" der Bundeszentrale für
politische Bildung, der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments. Im Auftrag der Initiatoren entwickelte
das IKF in diesem Zusammenhang das Projekt "Ins Kino zum Nachbarn". Zwei kleine Filmreihen stellten acht Filme vor, die sich mit
der Geschichte und der Kultur Polens und des Baltikums befassen. Bundesweit fanden an 34 Orten Veranstaltungen mit Referentinnen
und Referenten des IKF statt. Über 3.600 Zuschauer/innen nahmen an den Veranstaltungen teil.
Bildungsveranstaltungen zum Thema NS-Filmpropaganda (seit 2003)
Das IKF (IKF) führt im Auftrag der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung Kino-Seminare zum Thema "Nationalsozialistische Filmpropaganda" durch.
Rechteinhaber der sog. "Vorbehaltsfilme" (z. B. Jud Süß, Hitlerjunge Quex, Ich klage an, Kolberg) ist die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.
Um einen verantwortungsvollen Umgang sicherzustellen, werden diese Propagandafilme auf Beschluss des Kuratoriums der Murnau-Stiftung nur unter
eingeschränkten Bedingungen im Rahmen von Bildungsveranstaltungen gezeigt. Bei den vom IKF durchgeführten Kino-Seminaren zur
nationalsozialistischen Filmpropaganda erfolgt zu Beginn eine Einführung, in der die historischen Hintergründe erläutert und
Besonderheiten der propagandistischen Aussage des jeweiligen Films thematisiert werden. Nach der Filmsichtung geben die Referenten des IKF
weitere Informationen zur Produktion und Rezeptionsgeschichte des Films. Sie analysieren den Film und seine Machart und bieten die Möglichkeit
einer anschließenden, intensiven Diskussion. Diese Seminare können z. B. in einem Kino vor Ort durchgeführt werden. Interessenten aus
dem Bereich der Erwachsenenbildung und der Schulen werden gebeten, sich zur Verabredung eines solchen Seminars zur nationalsozialistischen Filmpropaganda
an das IKF zu wenden.
Weitere Informationen können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.
Schul-Kino (seit 2005)
Das IKF hat im Jahr 2005 ein neues Projekt konzipiert: das Schul-Kino, das es mit verschiedenen Partnern (Kinos und Verleihern) umsetzt.
Es bietet Lehrer/innen und ihren Schulklassen ein kontinuierliches, wöchentliches Angebot an ausgewählten Filmen für alle
Altersgruppen und Schularten. Ziel ist es, medienpädagogische Aktivitäten zu fördern und einen Beitrag zur nachhaltigen
Steigerung der Medienkompetenz junger Menschen zu leisten. Für alle Altersgruppen bietet das Schul-Kino jeweils Filme mit curricularen
Bezügen an. Zu allen Filmen stellt das IKF zur Vor- und Nachbereitung im Unterricht kostenfreies pädagogisches Begleitmaterial
zur Verfügung.
Hier können Sie ausgewählte Schul-Filmkataloge 2007/08, die auch für das zweite Schulhalbjahr gelten, als PDF-Datei für folgende Orte herunterladen:
Bochum,
Düsseldorf,
Duisburg,
Hürth,
Kaiserslautern,
und Neuss.
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